In der 1. Klasse West steht Frane Zefi mit seinem Verein SU Weise Raika Aschbach nach einer wechselhaften Phase vor einer wichtigen Wegmarke der Saison. Nach mehreren Niederlagen – zuletzt gegen SCU Ybbsitz, ASK Kematen, SCU Euratsfeld und SCU St. Georgen/Y. sowie einem Remis gegen SV Petzenkirchen – kämpft das Team um Stabilität und Selbstvertrauen. Im ausführlichen Gespräch blickt Zefi auf die vergangenen Wochen, personelle Anpassungen und den ungebrochenen Einsatz seiner Mannschaft. Der Trainer betont den wachsenden Teamgeist und die wiedererlangte Trainingsfreude, die in den kommenden Runden den dringend benötigten Umschwung bringen sollen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Nach einer zunächst ausgeglichenen ersten Saisonhälfte rutschte Aschbach in eine unglückliche Phase. Trotz zahlreicher Möglichkeiten blieb der entscheidende Durchbruch aus. „Wir hatten in der Offensive oft viele Chancen, haben sie aber nicht verwertet – im Gegenzug hatte der Gegner mehr Glück“, fasst Zefi die Problematik zusammen.
Mehrere Partien gingen so knapp verloren, obwohl der Trainer sein Team leistungsmäßig mindestens ebenbürtig sah. Die letzten fünf Spiele unterstreichen die enge Tabellensituation: Mit 13 Punkten nach 13 Spielen rangiert Aschbach derzeit auf Platz elf – nur wenige Zähler hinter dem Mittelfeld.
Trotz der Durststrecke bleibt der Zusammenhalt groß. „Die Stimmung passt, das Training ist exzellent. Es sind über dreißig Leute dabei – es geht in die richtige Richtung“, betont Zefi. Drei Abgänge musste der Klub verkraften, darunter ein ausländischer Student sowie ein Rückkehrer nach Rumänien. Im Gegenzug kamen mehrere neue Spieler dazu, unter anderem ein junger Defensiv- und ein Offensivspieler aus Oberösterreich.
Als wichtigen Impuls hebt Zefi die Verpflichtung eines neuen Tormanns hervor, die den Konkurrenzkampf im Kader belebt hat. Zusätzlich wurde das Betreuerteam durch einen Co-Trainer aus Polen erweitert. Nahezu alle Spieler sind wieder fit und nehmen am Mannschaftstraining teil.
Für Zefi ist die Ausgeglichenheit der Liga augenfällig. „Vom siebten Platz bis zum letzten Platz sind nur wenige Punkte – keiner ist sicher“, sagt er. Besonders bemerkenswert findet er, dass sich Mannschaften, die in der Vorsaison noch gegen den Abstieg spielten, nun oben festbeißen. Aktuell führt SCU Ybbsitz die Liga an, gefolgt von SV Neumarkt und FCU Winklarn – ein Beleg dafür, wie offen die Spielklasse bleibt und wie entscheidend Tagesform, Entschlossenheit und Effizienz in den beiden Strafräumen sind.
Sein klares Ziel: den Klassenerhalt sichern und gleichzeitig die positive Entwicklung im Team fortsetzen. „Die Qualität ist da, wir brauchen nur mehr Entschlossenheit und ein bisschen Glück.“
Neben sportlichen Stellschrauben spricht Zefi auch strukturelle Themen an. „Der Trainingsplatz ist etwas weit vom Hauptfeld entfernt, da könnte man sicher noch etwas tun“, erklärt er. Trotzdem blickt der Trainer zuversichtlich nach vorne: Verletzungsprobleme sind weitgehend überwunden, Neuzugänge bringen frischen Wind, und die Intensität im Training ist hoch. Für Aschbach geht es nun darum, dieses Potenzial in Punkte umzumünzen.
Eine Punkteteilung wie zuletzt gegen Petzenkirchen sei ein Schritt in die richtige Richtung, doch Zefi und seine Mannschaft wollen mehr. „Jeder gibt Gas, jeder will die Liga halten – das ist unsere Priorität und unser Ziel.“