In der 1. Klasse West setzte sich der USV Intersport Winninger Ferschnitz beim SV Raika Essmeister Neumarkt mit 2:1 durch. Neumarkt ging früh durch Jakub Mikula in Führung, nach der Pause traf Kilian Bachler zum Ausgleich, in der Nachspielzeit entschied Lukas Kromoser. Sektionsleiter Roland Hiessleitner sprach von einem holprigen Start, einer klaren Steigerung nach zehn Minuten und einem Sieg, den man sich mit viel Einsatz und starken Zweikämpfen verdient habe.

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Der Nachmittag begann aus Sicht der Gäste denkbar ungünstig. Bereits in der 5. Minute setzte Neumarkt den ersten Stich: Jakub Mikula stellte früh auf 1:0 und brachte den Hausherren den Start, den sie sich erhofft hatten. Roland Hiessleitner nahm es nüchtern auf und ordnete den Beginn klar ein: „Schlechter Start. Nach circa zehn Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen und haben das Kommando übernommen.“ Genau so wirkte es dann auch auf dem Platz. Ferschnitz gewann zunehmend die Zweikämpfe, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete sich in die Partie hinein. Zur Pause stand es dennoch 1:0, weil die Gäste ihre Momente vor dem Tor noch nicht nutzten. „Wir waren heute sehr gut und sehr aggressiv in den Zweikämpfen, aber wir müssen vor dem Tor noch effektiver werden“, sagte der Sektionsleiter und gab damit den Ton für den zweiten Durchgang vor.
Nach dem Seitenwechsel zahlte sich das geduldige Anlaufen der Ferschnitzer aus. In der 53. Minute fiel der fällige Ausgleich: Kilian Bachler traf zum 1:1 und gab dem Gast endgültig Rückenwind. Hiessleitner hob einen personellen Kniff hervor, der seiner Meinung nach den Ausschlag gab: „Die Einwechslung von Kevin Hammerl.“ Frischer Schwung, noch mehr Zugriff – und am Ende auch die Kaltschnäuzigkeit, die zuvor gefehlt hatte. In der Nachspielzeit (90.+1) schlugen die Gäste ein zweites Mal zu. Hiessleitner beschrieb die entscheidende Szene so: „Es war ein schneller Konter über unsere rechte Seite mit einem scharfen Stanglpass, und Lukas Kromoser hat souverän verwertet.“ Der Treffer zum 1:2 war die späte Belohnung für einen langen, intensiven Arbeitstag.
Trotz Jubel über den Auswärtssieg vergaß Hiessleitner den Gegner nicht: „Sie haben uns in den ersten fünf bis zehn Minuten sehr gut unter Druck gesetzt und dann auch gleich ein Tor gemacht.“ Auch zur Spielleitung fand er klare Worte: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Ich denke, es war ein sehr gutes Spiel.“ Was den Unterschied ausmachte, fasste er zum Schluss zusammen: „Wir wollten unbedingt die drei Punkte mitnehmen und haben dadurch sehr viel investiert und sind zum Glück belohnt worden.“
In der Tabelle ordnet sich Neumarkt mit 33 Zählern auf Rang fünf ein, Ferschnitz hält aktuell bei 23 Punkten auf Platz elf. Der Sieg in Neumarkt gibt Selbstvertrauen – mitgenommen werden soll vor allem die Kompaktheit und Zweikampfschärfe. Am Feinschliff arbeitet Ferschnitz weiter: mehr Effizienz vor dem Tor, dann können enge Spiele auch ohne späten Kraftakt entschieden werden.