In der 1. Klasse West feierte der SV Raika Essmeister Neumarkt in Runde 26 einen 2:0-Heimsieg gegen SCU Günther St.Georgen/Y. Nach einer zähen ersten Hälfte fiel der Dosenöffner spät: Matteo Wagner traf per Elfmeter (74.), Jakub Mikula legte kurz darauf das 2:0 (81.) nach. Trainer Patrick Gruber sprach von einer Partie auf Augenhöhe und hob den "unbedingten Willen" sowie die stabile Defensive seines Teams hervor.

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Das Spiel begann so, wie man es in engen Duellen oft sieht: Beide Seiten achteten auf Stabilität und warteten auf Fehler. Patrick Gruber beschrieb diese Phase klar: "Es war eine sehr enge Partie auf Augenhöhe, in der es unterschiedliche Spielphasen gab. In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften sehr tief verteidigt und auf Umschaltmomente gesetzt." Passend dazu fiel in den ersten 45 Minuten kein Treffer – zur Pause stand es 0:0. Gruber legte nach: "Es war relativ früh klar, dass die Mannschaft, die in Führung gehen wird, wahrscheinlich am Ende auch das Spiel gewinnen wird."
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunächst in Richtung der Gäste. "In der zweiten Halbzeit hatte St. Georgen zu Beginn mehr vom Spiel", sagte Gruber. Doch als Neumarkt seine beste Phase erwischte, kam die Szene, die alles veränderte: "Das erste Tor war ein Elfmeter nach einem Gewusel im Strafraum. Unser Stürmer wurde zurückgezogen", schilderte der Coach. Matteo Wagner übernahm die Verantwortung und verwandelte in Minute 74 trocken zum 1:0. Neumarkt blieb am Drücker – und legte nach. "Das 2:0 war ein Traumtor, in einer Kontersituation hat unser Stürmer nach innen gezogen und ins lange Kreuzeck abgeschlossen." In der 81. Minute stellte Jakub Mikula die Weichen endgültig auf Sieg. "Wir haben dann auch das Spiel sehr souverän gewonnen", fasste Gruber zusammen.
Der Schlüssel lag für Gruber klar in der Arbeit gegen den Ball. "Wir waren heute sehr kompakt gegen den Ball, haben ganz wenig für den Gegner zugelassen", betonte der Trainer. Genau diese Disziplin machte nach der Führung den Unterschied, weil Neumarkt die Zentrale dicht hielt und kaum Räume eröffnete. Gleichzeitig streute Gruber fairen Respekt für den Gegner ein: "Der Gegner war wie wir selber auch sehr kompakt, hat super gegen den Ball gearbeitet und die Räume sehr eng gemacht, vor allem hinter der letzten Abwehrkette. Deswegen haben wir uns auch sehr schwer getan." Auch zur Spielleitung fand er klare Worte: "Der Schiedsrichter hat nicht entscheidend eingegriffen. Er hatte eine gute Leitung und eine gute Linie."
Nach einem geduldigen Abend, der in einer starken Neumarkter Phase entschieden wurde, blieb vor allem eines hängen: "Der unbedingte Wille, das Spiel gewinnen zu wollen", so Gruber über den entscheidenden Unterschied. Mit der Null hinten, dem nervenstarken Elfmeter von Matteo Wagner und dem sehenswerten Abschluss von Jakub Mikula holte Neumarkt in Runde 26 verdiente drei Punkte. Aus Sicht des Trainers ist das mehr als nur ein Sieg, es ist Rückenwind: Kompaktheit bewahren, in den entscheidenden Momenten zupacken – mit diesem Mix will Neumarkt die nächsten Aufgaben in der Liga anpacken und das gute Gefühl aus diesem Abend mitnehmen.