In der 1. Klasse West hat Union Haag gegen USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 3:5 verloren. Nach einer starken ersten Hälfte der Gäste stand es schon 1:4, am Ende brachte Ferschnitz den wichtigen Auswärtssieg über die Zeit. Trainer Martin Flatzelsteiner sprach von einem Dreier im Abstiegskampf und lobte den Auftritt vor der Pause: "Wir haben in der ersten Halbzeit genau das gespielt, was uns ausmacht und was wir trainieren." Gleichzeitig hielt er fest: "Der Sieg ist sehr verdient und geht absolut in Ordnung."

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Ferschnitz trat von Beginn an sehr zielstrebig auf und setzte früh das erste Ausrufezeichen. Nach einer Viertelstunde stellte Lukas Kromoser auf 0:1 (15.). Haag brauchte nicht lange und kam durch Bashkim Biticaj durch einenm Elfmeter zum Ausgleich (24.), doch die Gäste antworteten prompt: Wieder Kromoser traf zum 1:2 (30.). Kurz vor der Pause legte Ferschnitz nach und zog dem Heimteam den Stecker. Erst erhöhte Vladyslav Marchuk auf 1:3 (42.), in der Nachspielzeit legte Jan Engelscharmüllner sogar das 1:4 drauf (45+1). Flatzelsteiner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in diesen 45 Minuten hochzufrieden: "Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges und enges Spiel wird. Aber in der ersten Halbzeit haben wir genau das auf den Platz gebracht, was wir können. Unsere Mentalität und unsere Art zu spielen haben sehr gut funktioniert." Mit dieser Effektivität legten die Ferschnitzer die Basis für den Auswärtssieg.
Nach dem Seitenwechsel blieb Ferschnitz zunächst am Drücker und setzte den nächsten Stich. Sebastian Elser stellte nach gut einer Stunde auf 1:5 (61.) und schien damit für die Vorentscheidung zu sorgen. Doch Union Haag steckte nicht auf, sondern suchte weiter den Weg nach vorne – vor allem über den auffälligen Bashkim Biticaj. Mit seinem zweiten Treffer verkürzte er auf 2:5 (67.), später gelang ihm sogar noch sein drittes Tor, abermals durch einen Elfmeter, an diesem Abend zum 3:5-Endstand (84.). Flatzelsteiner sah in dieser Phase Luft nach oben bei seiner Mannschaft: "In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, so weiterzumachen. Wir waren da zu passiv und haben den Gegner aufkommen lassen." Er ärgerte sich dabei vor allem über die eigene Spielanlage: "Wir waren nach der Pause in Überzahl, konnten aber nicht so gefestigt und stabil weiterspielen. Da müssen wir kompakter werden, mehr Fußball spielen, den Ball laufen lassen und viel mehr Selbstvertrauen entwickeln."
Der Ferschnitz-Coach führte den Sieg vor allem auf die innere Haltung seiner Truppe zurück: "Vor allem der Zugang der Mannschaft, die Mentalität und die Geschlossenheit – man hat gesehen, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten." Den Unterschied am Ende fasste er knapp zusammen: "Der Zugang zum Spiel, die kompakte Mannschaftsleistung und der größere Siegeswille haben heute den Unterschied gemacht." Gleichzeitig hatte er für den Gegner faire Worte übrig: "Haag ist ein sehr unangenehmer Gegner, offensiv mit vielen Qualitäten, aber mit Problemen in der Defensive." Zur Leistung des Unparteiischen meinte Flatzelsteiner: "Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen in Ordnung. Der zweite Elfmeter für Haag war etwas fragwürdig." Für Ferschnitz bleiben unterm Strich drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf – mit dem klaren Auftrag für die nächsten Wochen: auf der starken ersten Hälfte aufbauen, die Passivität nach der Pause abstellen und die gute Mentalität in weitere Zähler ummünzen.