In der 1. Klasse West feierte der SCU Ybbsitz am Freitagabend einen späten 2:1-Heimsieg gegen den ASK SAR Hausmening. Nach einer 1:0-Pauseführung musste der Tabellenführer den Ausgleich hinnehmen, ehe Felix Wodicka kurz vor Schluss doch noch zuschlug. Co-Trainer Lukas Hanger sprach von einem zähen Arbeitssieg, bei dem Fitness, Glaube und individuelle Qualität letztlich den Ausschlag gaben – und lobte zugleich den aufopferungsvoll verteidigenden Gegner.

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Die Anfangsphase lief nicht nach Plan der Hausherren. Lukas Hanger nahm kein Blatt vor den Mund: „Die ersten zwanzig Minuten waren wir nicht im Spiel, ein bisschen unkonzentriert, mit ein paar leichten Fehlern.“ Erst ab Minute 20, 25 kam Ybbsitz besser hinein, suchte häufiger den Weg nach vorne und erarbeitete sich die ersten guten Möglichkeiten. Das wachsende Übergewicht mündete in die Führung: „Eine schöne Einzelleistung von unserer Nummer elf“, schilderte Hanger den Moment, der das Tor ankündigte. Laut Spielereignissen war es Srdan Mrzic, der in der 35. Minute das 1:0 erzielte. „Meiner Meinung nach sind wir dann auch verdient mit 1:0 in die Halbzeit“, so der Co-Trainer, der den kontrollierteren Auftritt seiner Mannschaft in der Endphase des ersten Durchgangs positiv hervorhob. Ybbsitz hatte nun mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und nahm das knappe, aber verdiente Polster mit in die Kabine.
Nach Wiederbeginn verlor Ybbsitz den Faden. „In der zweiten Halbzeit sind wir leider ein bisschen zu passiv geworden und haben es nicht geschafft, das Spiel vorzeitig zu entscheiden“, ärgerte sich Hanger. Hausmening blieb aus einer stabilen Ordnung heraus hartnäckig und lauerte auf ruhende Bälle – mit Erfolg: In der 75. Minute traf Denis Sirbu zum 1:1, der Ausgleich fiel nach einem Standard. Das Tor wirkte wie ein Weckruf. „Da ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte Hanger. Und Ybbsitz antwortete tatsächlich spät, aber entschlossen: „Ein Lochpass von Nikodinovic auf Wodicka, und Wodicka spielt den Tormann aus und macht das viel umjubelte 2:1.“ In den offiziellen Daten ist der entscheidende Treffer für die 84. Minute vermerkt, Torschütze war Felix Wodicka. Für Hanger war damit auch die Schlüsselszene benannt: „Logischerweise war es wohl das 2:1 – auch wenn es relativ spät war.“
In der Analyse blieb Hanger ehrlich. „Was besonders gut war, ist ein bisschen schwierig zu sagen, weil das Match von uns nicht sehr gut war“, meinte er, um zugleich die Gründe für den Sieg zu nennen: „Am Ende waren unsere körperliche Verfassung und der Glaube an den Sieg ausschlaggebend. Jeder Spieler hat daran geglaubt, und dann wirst du belohnt.“ Den Ausschlag sah er zudem in der Klasse seiner Truppe: „Der entscheidende Unterschied lag in unserer individuellen Qualität.“ Für den Gegner fand er deutliche Anerkennung: „Man muss Hausmening Respekt zollen. Sie haben viele verletzungsbedingte Ausfälle und haben es uns trotzdem sehr schwer gemacht – defensiv kompakt, mit Nadelstichen, und ihre Standards waren sehr gefährlich.“ Diskussionsstoff gab es keinen, die Spielleitung erhielt Bestnoten: „Der Schiedsrichter war wieder sehr gut, sehr unauffällig.“ Mit Blick auf die letzten drei Runden richtete Hanger einen Appell an Team und Umfeld: „Wir müssen als Mannschaft und Verein noch enger zusammenwachsen. Wir werden alles dafür geben, die letzten drei Runden positiv zu bestreiten – dann sind wir am Schluss ganz oben.“ Ybbsitz bleibt mit dem 2:1 im Kurs, holte sich dank Mrzic und Wodicka die nächsten drei Punkte und verteidigte seinen Platz an der Spitze – ein hart erarbeiteter Sieg in einer zähen Partie.