Spielberichte

Aschbach belohnt sich nicht: 0:0 nach starker Stunde gegen St. Georgen

SU Aschbach
SCU St. Georgen/Y.

In der 1. Klasse West trennte sich die SU Weise Raika Aschbach am Freitagabend vom SCU Günther St.Georgen/Y mit 0:0. Nach einer starken Startphase der Gäste übernahm Aschbach ab der 20. Minute immer mehr das Kommando, kam über weite Strecken besser ins Spiel und hatte mehr vom Ball. Der erlösende Treffer fehlte jedoch. Co-Trainer Luca Rollhaus lobte Einsatz und Einheit, haderte aber mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Erste 20 Minuten an St. Georgen, danach Aschbach am Drücker

Die Partie begann mit einem wacheren und mutigeren Auftritt der Gäste. „Die ersten zwanzig Minuten war St. Georgen besser im Spiel, mutiger, aktiver“, schilderte Aschbachs Co-Trainer Luca Rollhaus. Dann drehte die Heimelf an ein paar Stellschrauben, fand Zweikämpfe und zweite Bälle besser und übernahm Schritt für Schritt die Kontrolle. „Ab der 20., 25. Minute sind wir besser ins Spiel gekommen und haben überzeugend gespielt“, so Rollhaus. Riesenchancen sprangen aus der Überlegenheit zwar nicht heraus, doch die Gastgeber hatten klar die größeren Spielanteile. Zur Pause stand es 0:0, auch weil Aschbach den letzten Pass und den Abschluss noch nicht sauber genug anbrachte. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: viel Kontrolle, viel Arbeit gegen den Ball – aber kein Tor.

„Eine Einheit auf dem Platz“ – nur der Punch vor dem Tor fehlt

Rollhaus hob vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der schwierigen Anfangsphase hervor. „Wir sind über diese ersten zwanzig Minuten taktisch drübergegangen, haben das Spiel in unsere Hand genommen und wirklich überzeugend gespielt.“ Was ihn besonders freute: die Geschlossenheit. „Man hat wieder gesehen, dass wir eine Einheit sind. Alle sind zueinander gestanden, haben sich gepusht und bis zum Schluss gekämpft.“ Wer näher am Sieg war? Für den Co-Trainer ist die Antwort klar: „Ich würde sagen wir, weil wir sechzig, siebzig Minuten das Spiel in der Hand hatten.“ Gleichzeitig benennt er den Knackpunkt ohne Umschweife: „Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, dieser Instinkt. Wenn wir ein, zwei Dinger machen, schaut das ganz anders aus. Die hätten wir uns verdient.“

Respekt für Gegner und Schiedsrichter – und der Blick auf die nächsten Runden

Bei allem Selbstbewusstsein vergaß Rollhaus das sportliche Miteinander nicht. „Der Gegner war gut – nicht nur am Anfang. St. Georgen ist eine super Truppe. Da gibt’s gar nichts. Ich wünsche ihnen nur das Beste und hoffe, sie bleiben in der Liga.“ Lob gab es auch fürs Gespann: „Der Schiedsrichter hatte eine Linie. Er hat gepfiffen, auch wenn es eher kleinlich war – das passt. Ich bin zufrieden.“ In der Tabelle rangiert Aschbach mit 29 Punkten im Mittelfeld, St. Georgen hält bei 33. Der Punktgewinn bringt Stabilität, ersetzt aber kein Tor.