In der 1. Klasse West feierte der SCU Euratsfeld in der 22. Runde einen 2:1-Heimsieg gegen den SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland. Simon Rottenschlager brachte die Hausherren früh in Front, nach dem Ausgleich durch Christian Hauss stellte Andreas Eder schnell wieder auf Sieg. Trainer Vitalis Stankevicius hob nach dem Schlusspfiff Kampfgeist und Zusammenhalt hervor – Attribute, mit denen seine Mannschaft nach dem 1:1 sofort reagierte, wieder das 2:1 machte und den knappen Vorsprung in einer intensiven Schlussphase sauber über die Zeit brachte.
Euratsfeld erwischte den besseren Start, war in den Zweikämpfen präsenter und im Spiel nach vorne zielstrebiger. Nach 20 Minuten zahlte sich das ab: Simon Rottenschlager schob zum 1:0 ein, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen. Trainer Vitalis Stankevicius bestätigte den starken Beginn: „In der ersten Halbzeit waren wir besser und sind in Führung gegangen.“ Petzenkirchen blieb zwar dran, fand aber bis zur Halbzeit keine echte Antwort. Die Gastgeber ließen hinten wenig zu und kontrollierten weite Strecken, ohne in Hektik zu verfallen. Auch das passte zum Plan: Die Führung sollte Sicherheit geben und sie tat es – bis zum Wiederanpfiff.
Nach der Pause wurde es offener. Stankevicius beschrieb einen Bruch: „Nach der Auswechslung von David Ivan ist unser Spiel zerbrochen, aber wir haben auf unsere Umschaltmomente gewartet.“ Petzenkirchen nutzte die Phase und kam in der 57. Minute durch Christian Hauss zum 1:1. Euratsfeld hielt dagegen und fand prompt die passende Antwort: In Minute 62 traf Andreas Eder zum 2:1. „Der Gegner hat das 1:1 gemacht, wir hatten dann die Möglichkeit zum 2:1 und haben sie genutzt. Danach haben wir gut verteidigt“, sagte der Coach. Auf die Frage nach einem Kipppunkt blieb er bodenständig: „Gefühlt gar nicht – wir haben von der Ersten bis zur 90. Minute um die Punkte gekämpft. Erst mit dem Abpfiff war klar: Wir haben gewonnen.“
In der Analyse legte Stankevicius den Fokus auf die Basics, die an diesem Abend den Ausschlag gaben. „Jede Aktion war wichtig: das 1:0, das 2:1 – aber vor allem die Mannschaft hat gekämpft. Wir haben verdient gewonnen.“ Auf die Stärken angesprochen, kam die Antwort ohne Zögern: „Zusammenhalt und Kampfgeist.“ Den Gegner ordnete er fair ein: „Petzenkirchen hat richtig Gas gegeben. Wir haben uns gegenseitig mit vollem Respekt begegnet.“ Auch der Unparteiische bekam ein positives Zeugnis: „Der Schiedsrichter hat es gut gemacht. Es war eine ziemlich ruhige Partie, nichts Besonderes.“ Mit Blick auf die kommenden Wochen verwies der Trainer auf die Kadersituation: „Am Wochenende fehlen immer wieder verletzte oder gesperrte Spieler. Ein größerer Kader würde helfen, aber wir arbeiten weiter, um das nächste Spiel zu gewinnen.“
Rückenwind gibt es von der Tribüne: „Wir haben die Zuschauer mit unserem Stammtisch zurück ins Stadion geholt. Der zwölfte Mann gibt uns Rückhalt. Danke an alle – wir haben eine große Party für sie gemacht.“ In der Tabelle hält Euratsfeld nun bei 33 Punkten auf Rang sieben, Petzenkirchen steht mit 28 Zählern auf Platz elf – beide Teams wissen nach diesem engen Duell, wie wichtig jeder Zähler in der Schlussphase der Saison ist.