Spielberichte

ÖTSU Steinakirchen dreht nach der Pause auf: Elfmeter leitet 5:2 ein

ÖTSU Steinakirchen
SCU Wallsee

In der 1. Klasse West hat die ÖTSU Steinakirchen gegen den SCU Wallsee einen 0:1-Pausenrückstand in einen klaren 5:2-Sieg verwandelt. Trainer Daniel Lehner sprach von „zwei unterschiedlichen Halbzeiten“ und sah den Elfmeter zum 3:2 als Knackpunkt. Danach spielte seine Elf befreit auf und machte den Deckel drauf. Wallsee hielt lange beherzt dagegen, musste in der Schlussphase aber dem hohen Aufwand Tribut zollen.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Vom frühen Dämpfer zur Torflut: Steinakirchen dreht die Partie

Steinakirchen erwischte keinen guten Start und lag nach 19 Minuten hinten: Thomas Fehringer traf für Wallsee zum 0:1, zur Pause blieb es bei diesem Spielstand. „Die erste Halbzeit war nicht gut, die zweite viel besser – am Ende war der Sieg verdient“, fasste Lehner zusammen. Nach dem Seitenwechsel kam die Wende Schritt für Schritt. Zunächst glich Mario Wutzl in der 53. Minute aus. Fünf Minuten später legte die ÖTSU nach: Clemens Heindl traf zum 2:1. Wallsee steckte nicht auf und kam in Minute 71 durch Fehringer zum 2:2. Doch die Gastgeber antworteten in der Schlussphase eiskalt: Damian Bogacz verwandelte in der 80. Minute einen Elfmeter zum 3:2, kurz darauf stellte Jonas Gruber auf 4:2 (82.). Den Schlusspunkt setzte Bogacz mit seinem zweiten Treffer zum 5:2.

Lehners Analyse: mutiger Plan wackelte, Moral und Physis entschieden

Trainer Daniel Lehner ordnete den Abend klar ein. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit taktisch nicht gut verhalten. Wir wollten etwas anderes probieren, das ist nicht aufgegangen“, sagte er offen. Umso mehr gefiel ihm die Reaktion: „In der zweiten Halbzeit haben wir Comeback-Qualitäten gezeigt und nach der schwachen ersten Hälfte die richtige Antwort gegeben.“ Auch den Gegner nahm er mit Respekt wahr: „Wallsee hat alles reingeworfen, war gegen den Ball lange sehr gut und hat es uns schwer gemacht, zu Torchancen zu kommen. Gegen Ende sind sie wohl etwas müde geworden, dann haben wir uns leichter getan.“ Zum strittigen Moment äußerte sich Lehner sachlich: „Nicht jeder Schiedsrichter gibt den Elfer. Für mich war der Stürmer klar getroffen, also kann man den geben. Insgesamt war der Schiedsrichter in Ordnung.“ Den Unterschied verortete er am Ende in Grundtugenden: „Über neunzig Minuten waren wir körperlich stärker und wir wollten den Sieg mehr.“

Frischer Schwung, wichtige Personalie und ein Blick auf die Tabelle

Ein Mosaikstein des Umschwungs war für Lehner eine Einwechslung vorne. „Die Einwechslung eines Stürmers war sehr wichtig. Er war zuletzt verletzt und hat uns dann geholfen, das Spiel zu drehen“, betonte der Coach. Auf dem Spielberichtsbogen glänzten am Ende mehrere Namen: Wutzl eröffnete die Aufholjagd, Heindl sorgte für die Führung, Bogacz schnürte einen Doppelpack und Gruber besorgte das schnelle 4:2. Das passte zur zweiten Halbzeit der ÖTSU, die nach dem Elfer das Spiel im Griff hatte und ihre Chancen konsequent nutzte.

In der Tabelle steht Steinakirchen auf Rang drei (42 Punkte), Wallsee rangiert auf Platz 13 (15 Zähler). Für Lehner zählt vor allem die Erkenntnis dieses Abends: Wenn seine Mannschaft den Zugriff findet und die Wucht aus der Kabine auf den Platz bringt, kann sie in dieser Liga jede Partie drehen.

1. Klasse West: Steinakir. : Wallsee - 5:2 (0:1)

  • 90
    Damian Bogacz 5:2
  • 82
    Jonas Gruber 4:2
  • 80
    Damian Bogacz 3:2
  • 71
    Thomas Fehringer 2:2
  • 58
    Clemens Heindl 2:1
  • 53
    Mario Wutzl 1:1
  • 19
    Thomas Fehringer 0:1