In der 23. Runde der 1. Klasse West setzte es für den USV Intersport Winninger Ferschnitz beim SCU Wallsee ein 0:2. Die Gastgeber trafen vor der Pause zweimal und brachten den Vorsprung danach sicher über die Zeit. Ferschnitz fand lange keinen Zugriff und wurde kaum zwingend. Trainer Martin Flatzelsteiner sprach von fehlender Bereitschaft und einer verdienten Niederlage mit dem klaren Auftrag, nächste Woche zu reagieren.

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Ferschnitz kam von Beginn an nicht richtig in die Gänge. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen. Die Bereitschaft hat gefehlt. Schon beim Aufwärmen hat man gemerkt, das wird schwierig“, erklärte Trainer Martin Flatzelsteiner nach dem Abpfiff. Wallsee nutzte den zähen Start der Gäste eiskalt: In der 13. Minute stellte Thomas Fehringer auf 1:0. „Wir haben sehr passiv verteidigt, nicht intensiv und nicht aggressiv genug. Da hat die Verteidigungsmentalität gefehlt“, haderte der Coach. Noch vor der Pause legte Simon Falta nach und erhöhte in Minute 37 auf 2:0. „Ein sehr schönes Tor, mit dem linken Fuß, ein wirklich schöner Abschluss“, sagte Flatzelsteiner anerkennend. Mit dem Pausenstand von 2:0 war die Richtung vorgegeben: Ferschnitz lief einem deutlichen Rückstand hinterher und musste Antworten finden.
Nach Wiederanpfiff steigerte sich Ferschnitz, hatte phasenweise mehr Ballbesitz und versuchte, über längere Passstafetten Ruhe und Druck aufzubauen. Die Aufgabe blieb aber schwierig: „Die zweite Halbzeit war besser, wir hatten auch mehr Ballbesitz. Aber der Gegner ist dann tief gestanden und wir sind nie wirklich zwingend vor das Tor gekommen“, beschrieb Flatzelsteiner die 45 Minuten nach der Pause. Wallsee verteidigte den Zwei-Tore-Vorsprung konzentriert und ließ kaum gefährliche Situationen zu, während Ferschnitz trotz Aufwand selten in Abschlusspositionen kam. Die Gäste blieben dran, ohne sich zu belohnen – das 2:0 zur Pause sollte am Ende auch der Endstand bleiben.
In seiner Analyse nahm Martin Flatzelsteiner die eigene Mannschaft klar in die Pflicht. „Der Knackpunkt war, dass wir nie wirklich den Zugriff bekommen haben, die notwendige Bereitschaft nie gefunden haben und es nicht geschafft haben, uns ins Spiel reinzukämpfen“, fasste er zusammen. Zur Leistung der Gastgeber sagte er: „Wallsee spielt befreit auf. Die Mannschaft ist besser, als sie tabellarisch dasteht und spielt mit einigen Legionären.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es für ihn nicht: „Nein, es gab keine diskussionswürdigen Situationen.“ Der Blick geht umgehend nach vorn: „Wir haben nächste Woche ein Finalspiel zu Hause. Wir müssen uns in allen Bereichen steigern, um Paroli bieten zu können. Unsere Aufgabe ist es, eine Reaktion zu zeigen.“ Damit ist die Marschroute klar – nun soll die Antwort am Platz folgen.