In der 1. Klasse West trennten sich der SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland und die SU Weise Raika Aschbach 2:2. Die Hausherren starteten furios, ließen aber früh mehrere Topchancen aus. Dennoch trafen Markus Haubenberger und David Schroll zur 2:1-Pausenführung, dazwischen unterlief Mate Kantor ein unglückliches Eigentor. Nach dem Seitenwechsel fehlte Petzenkirchen die letzte Wucht – Aschbach glich per Strafstoß zum 2:2 aus. Unterm Strich stand ein Remis, das sich für die Heimischen nach dem starken Beginn wie zwei liegengelassene Punkte anfühlte.

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Petzenkirchen legte los, als hätte jemand den Turbo gezündet. Schon in den ersten Minuten kam die Heimelf mehrfach gefährlich durch, ohne sich zu belohnen. Trainer Johannes Riesenhuber brachte es auf den Punkt: „Wir hätten das Spiel in den ersten zehn, fünfzehn Minuten entscheiden können. Wir haben entweder den letzten freien Spieler nicht gefunden oder alleine vor dem Tormann den Ball nicht ins Tor gebracht.“ In der 20. Minute fiel dann doch das 1:0 – nach einem Eckball köpfte Markus Haubenberger ein. „Wir haben uns dann endlich belohnt nach einem Eckball“, sagte Riesenhuber erleichtert. Danach fand Aschbach immer besser hinein. „Erst nach einer Viertelstunde sind die Aschbacher besser ins Spiel gekommen. Dann war es ausgeglichen.“ Bitter aus Sicht der Hausherren: In Minute 35 lenkte Mate Kantor den Ball unglücklich ins eigene Tor – 1:1. „Der Ausgleich war wieder einmal ein Eigentor. Sehr unglücklich“, ärgerte sich der Coach. Noch vor der Pause stellte David Schroll mit dem 2:1 (39.) wieder auf Führung.
Mit dem 2:1 im Rücken kam Petzenkirchen aus der Kabine, doch der Flow der Anfangsphase war weg. „Nach der Pause ist das Spiel mehr und mehr verflacht“, erklärte Riesenhuber. Einige Akteure waren angeschlagen, die Kräfte schwanden, und es kam noch dicker: Torschütze Markus Haubenberger musste verletzt vom Feld. In dieser Phase übernahm Aschbach mehr Initiative, blieb aber vor allem kompakt und lauerte. Nach rund einer Stunde die Schlüsselszene: Ein Aschbacher dribbelte sich in den Strafraum, der Verteidiger kam einen Tick zu spät – Elfmeter. „Das war eine ganz klare Entscheidung, also gab es Elfmeter“, meinte Riesenhuber. Florin Anitoiu verwandelte sicher zum 2:2 (63.). Petzenkirchen fehlte danach die letzte Durchsetzungskraft, um nochmals nachzulegen. „Uns hat in der zweiten Hälfte die Durchschlagskraft und die Power gefehlt“, so der Trainer.
In seiner Analyse hob Riesenhuber den guten Start und die stabile erste Hälfte hervor, verwies aber auch auf die Stehaufqualität des Gegners. „Aschbach war zu Beginn überrascht von unserem offensiven Start, aber sie sind ruhig geblieben, haben gut verteidigt – sehr kompakt“, sagte er. Über den Unparteiischen wollte er nicht klagen: „Es gab keine Entscheidungen, über die man groß diskutieren muss.“ Auch die Kulisse nahm er mit: „Die Stimmung war erwartungsvoll und nach dem 2:1 sehr gut, nach dem Ausgleich ist sie abgefallen.“ In der Tabelle liegt Petzenkirchen als Elfter (29 Punkte) knapp hinter Aschbach (Neunter, 30 Punkte) im dichten Mittelfeld – der Punkt hält beide Teams im Rennen um eine bessere Endplatzierung. Der Blick geht deshalb klar nach vorne: „Wir haben es in der eigenen Hand und werden in den letzten beiden Runden alles daran setzen, die Punkte zu holen – auch wenn es nicht leicht wird.“