Spielberichte

Steinakirchen legt nach der Pause zu: Gruber eröffnet, zwei Freistöße besiegeln das 3:0

ASK Hausmening
ÖTSU Steinakirchen

In der 1. Klasse West feierte die ÖTSU Steinakirchen beim ASK SAR Hausmening einen klaren 3:0-Auswärtssieg. Nach zäher erster Hälfte brach ein früher Treffer kurz nach dem Seitenwechsel den Bann, zwei Standards entschieden die Partie endgültig. Trainer Daniel Lehner sprach von einem reifen Auftritt nach der Pause, in dem seine Mannschaft die Kontrolle übernahm, wenig zuließ und im richtigen Moment zupackte. Für Hausmening blieb es nach 90 Minuten bei einem gebrauchten Tag ohne eigenen Torerfolg.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Erste Hälfte zäh – wenig Chancen, viel Kampf

Die Anfangsphase in Hausmening war von vielen Zweikämpfen und wenig Tempo geprägt. Beide Teams suchten die Ordnung, richtig klare Chancen wollten zunächst nicht entstehen. Daniel Lehner ordnete den Start nüchtern ein: „Die erste Hälfte war eher ausgeglichen und etwas zerfahren. Es gab nur wenige Tormöglichkeiten.“ Die beste Gelegenheit der Gäste resultierte aus einem Stanglpass, doch im Fünfmeterraum kamen sich der Stürmer und der nachrückende Mitspieler in die Quere – der Abschluss verpuffte. Hausmening blieb vor allem über Standards und abgefälschte Schüsse auffällig, ohne jedoch Zählbares zu erzwingen. So ging es mit dem 0:0 in die Kabinen, ein Zwischenstand, der dem Spiel bis dahin durchaus entsprach.

Schneller Stich nach Wiederbeginn und Standards als Trumpf

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie früh auf die Seite der Gäste. „Die zweite Hälfte ist für uns optimal gestartet“, sagte Lehner. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß auf Höhe der Mittellinie schaltete Steinakirchen blitzschnell um, die Heimabwehr kam nicht sauber in Fahrt, und Jonas Gruber blieb vor dem Tormann eiskalt – 0:1 in der 47. Minute. Der Führungstreffer gab spürbar Sicherheit. „Dann haben wir uns leichter getan und waren die bessere Mannschaft den Rest der Halbzeit“, so Lehner. Steinakirchen ließ hinten kaum etwas zu und setzte vorne Nadelstiche. In Minute 56 legte Nico Prankl nach: ein satt getretener Freistoß über die Mauer schlug zum 0:2 ein. In dieser Phase hatte Steinakirchen das Spiel im Griff, lauerte auf Konter und hätte den Sack sogar früher zumachen können.

Deckel drauf in der Schlussphase – Lehner lobt Reaktion, mahnt aber Ruhe am Ball ein

Endgültig entschieden war die Begegnung in der Schlussviertelstunde. Wieder stellte ein ruhender Ball die Weichen: In der 83. Minute zirkelte Clemens Heindl einen Freistoß ins Tormanneck – das 0:3 und der Schlusspunkt eines abgeklärten Auftritts nach der Pause. Für Lehner waren die Weichensteller klar: „Das 1:0 gleich nach der Pause war wichtig, und das 2:0 Mitte der zweiten Halbzeit. Diese zwei Aktionen waren vorentscheidend.“ Besonders gefiel ihm, wie sein Team nach der verhaltenen ersten Hälfte zulegte: „Wir sind besser in die Zweikämpfe gekommen und haben dann verdient gewonnen.“ Ganz zufrieden war der Coach trotzdem nicht: „Wir müssen ruhiger am Ball bleiben und nicht immer hektisch nach vorne spielen, gerade wenn der Platz böse ist und es heiß ist.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Hausmening hat in der ersten Hälfte alles versucht, nach dem Rückstand ist es für sie schwer geworden.“ Mit dem Auswärtssieg behauptet Steinakirchen seine starke Position im Spitzenfeld; aktuell hält man bei 45 Punkten auf Rang drei. Für die nächsten Wochen gilt es, den Schwung aus Halbzeit zwei mitzunehmen – und die Standardschärfe als verlässliche Waffe weiter auszuspielen.

1. Klasse West: Hausmening : Steinakir. - 0:3 (0:0)

  • 83
    Clemens Heindl 0:3
  • 56
    Nico Prankl 0:2
  • 47
    Jonas Gruber 0:1