In der 1. Klasse West setzte sich der ASK Kematen am Freitag mit 4:0 gegen Union Haag durch. Chefcoach Daniel Grubhofer sprach von Nervosität vor dem Anpfiff und einem bewusst sachlichen Plan. Das schnelle 3:0 gleich nach der Pause nahm den Druck, danach spielte Kematen befreit. „Über neunzig Minuten ist der Sieg auf jeden Fall in Ordnung“, hielt Grubhofer fest. Am Ende stand ein satter Zu-Null-Sieg – und, so der Trainer, die Erleichterung über den fixierten Klassenerhalt.

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Der Einstieg war von Respekt geprägt. „Wir sind mit einer gewissen Nervosität ins Spiel gegangen, weil es für uns um einiges ging“, sagte Daniel Grubhofer. Trotz Haags schwieriger Tabellenlage warnte der Kematen-Coach vor Leichtsinn: „Gerade dann können sie frei aufspielen. Wir wollten nicht ins offene Messer laufen.“ Also ließ Kematen den Ball laufen, suchte die sachliche Lösung und wartete auf die Lücken. In Minute 22 belohnte sich die Heimelf: Tobias Haider stellte auf 1:0 – laut Grubhofer „nach schöner Kombination mit links ins lange Eck“. Acht Minuten später der nächste sauber vorgetragene Angriff: Eine Hereingabe von Haider fand Martin Janecka, der zum 2:0 abschloss (30.). „Wir haben das Taktische sehr gut umgesetzt“, so Grubhofer, der bereits zur Pause einen reifen Auftritt sah – aber auch eine heikle Konstellation, die er nicht mag.
„Ein 2:0 zur Pause ist ein Ergebnis, das wir nicht sehr gerne haben. Wir haben diesen Vorsprung schon öfter hergegeben“, gab Grubhofer offen zu. Umso größer die Erleichterung direkt nach Wiederanpfiff: In der 46. Minute schickte – so der Coach – Marc Härtinger Janecka mit einem Steckpass durch die Mitte, der Stürmer blieb frei vor dem Torhüter cool und stellte auf 3:0. „Das 3:0 gleich nach der Pause war sehr, sehr wichtig. Danach wussten wir, dass wir befreiter aufspielen können“, erklärte der Trainer. Kematen blieb dran und legte nach: In Minute 53 traf erneut Haider zum 4:0 – aus Grubhofers Sicht „ein direkter Eckball, sehr gut getreten“.
Der Coach hob den gesamten Offensivverbund hervor: „Alle vier Tore waren schön herausgespielt.“ Gleichzeitig freute ihn die Stabilität hinten: „Ich freue mich sehr, dass wir endlich wieder einmal zu null gespielt haben. Wir haben sehr wenig zugelassen.“
Haag versuchte es, wie vom Trainer angekündigt, vor allem mit der Brechstange. „Sie spielen sehr viel mit langen Bällen von den Innenverteidigern auf die großen Stürmer und wollen weiterleiten“, analysierte Grubhofer. Kematen hielt konsequent dagegen: „Darauf waren wir sehr gut eingestellt. Über die Zweikämpfe wollten sie kommen, aber wir hatten immer eine gute Lösung.“ Auch der Rahmen passte. „Es war ein sehr faires, ruhiges Spiel, genau so, wie es ablaufen muss. Der Schiedsrichter war auf beiden Seiten sehr gut, es gab keine strittigen Szenen“, lobte der Coach das Gespann.
Nach dem Abpfiff überwog Erleichterung. „Wir sind froh, dass wir den Klassenerhalt fixiert haben. Es ist schon verrückt, wenn man mit so vielen Punkten noch in Sorge ist und nicht genau weiß, wie viele absteigen“, meinte Grubhofer. Zum Schluss schickte er noch einen sportsmännischen Gruß: „Gratulation an Ybbsitz zur verdienten Meisterschaft – starkes Jahr und alles Gute eine Liga höher.“