In der 1. Klasse West verabschiedete sich der SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland mit einem 2:0-Heimsieg gegen ÖTSU Steinakirchen in die Sommerpause. Trotz einer roten Karte für Trainer Johannes Riesenhuber vor der Pause fixierten Daniel Rabi und Christian Hauss nach Seitenwechsel den Dreier. Riesenhuber hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: "Wir wussten um die Stärke von Steinakirchen, haben alles reingehauen und uns verdient belohnt." Der Coach verlässt den Verein nach dieser Partie – der Erfolg zum Abschluss tat ihm und seiner Mannschaft sichtlich gut.
Die ersten 45 Minuten begannen verhalten. Petzenkirchen stand engmaschig, ließ wenig zu und setzte immer wieder kleine Nadelstiche. "In der ersten Hälfte war es sehr ausgeglichen. Wir sind defensiv kompakt gestanden und haben das eine oder andere Mal gute Nadelstiche gesetzt", beschrieb Johannes Riesenhuber den Auftakt. In Minute 36 wurde es hitzig: Der Petzenkirchener Trainer sah nach einem Foulspiel Rot, wegen unerlaubten Betreten des Spielfeldes. "Das darf mir so nicht passieren", räumte er ein, und ergänzte: "Der Schiedsrichter hat mir Rot gezeigt, den Gegenspieler nur verwarnt – das war nicht optimal." Am Spielstand änderte sich bis zur Pause nichts, es ging mit 0:0 in die Kabinen, die Hausherren dennoch mit breiter Brust.
Aus der Kabine kam Petzenkirchen mit klarer Kante und dem festen Plan, die eigene Arbeit zu krönen. Die Gastgeber blieben konzentriert und nutzten die nächste starke Aktion eiskalt: In der 53. Minute stellte Daniel Rabi auf 1:0. "Nach der Pause haben wir uns belohnt – ein sehr schöner Angriff über die linke Seite, sauber fertiggespielt", erklärte Riesenhuber. Steinakirchen suchte die Antwort, doch die Heimelf blieb stabil und legte nach: Christian Hauss traf in Minute 68 zum 2:0 per Elfmeter. "Dann hatten wir noch einmal einen Elfer nach einem Foul, den haben wir aber vergeben. Darüber hinaus waren noch zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten da", sagte der Coach. Unterm Strich blieb es beim verdienten Heimsieg, weil Petzenkirchen trotz des Platzverweises gegen den Trainer diszipliniert und zielstrebig blieb.
Nach Abpfiff fand Riesenhuber anerkennende Worte für den Gegner und ordnete ein, warum der Sieg dennoch gelang. "Steinakirchen hat eine Top-Rückrunde ohne Niederlage bis heute gespielt. Sie mussten allerdings auf zwei wichtige Offensivspieler verzichten. Das war für uns kein Nachteil, aber wir haben trotzdem alles reingehauen und die wichtigen drei Punkte gemacht." Gleichzeitig spannte er den Bogen über seine Amtszeit: "Ich habe den Verein im Herbst mit drei Punkten übernommen und wir sind in der Rückrunde Sechster geworden. Damit sind alle zufrieden – die Mannschaft, der Verein und ich."
Dass das Kapitel nun endet, erklärte er offen: "Es war eine sehr anstrengende Saison, ich brauche eine Pause, um die Akkus aufzuladen. Petzenkirchen ist mir ans Herz gewachsen, ich werde die Burschen auch in Zukunft weiter anfeuern." Ein Detail passte zum Abschluss: "Es war eine tolle Kulisse, zwischen vier- und fünfhundert Zuschauern, ein würdiger Rahmen fürs letzte Saisonspiel." Jetzt geht es in den Urlaub – und nach der Sommerpause beginnt die Vorbereitung ohne Riesenhuber an der Linie, der 2:0-Sieg bleibt als starker Schlusspunkt stehen.