Der SV Langenrohr beendete die Herbstsaison auf dem Treppchen. Er trat die Winterpause auf der dritten Position an. Damit liegen aktuell nur Leader Scheiblingkirchen und Ybbs vor dem Team. Bärenstarke 28 Punkte tütete die Mannschaft ein. Soweit schoss sie neun Tore mehr, als sie erhalten hat. Zahlreiche Topleistungen des Clubs ermöglichten einen Lauf, der ihn sehr schnell in die Spitzengruppe katapultierte. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete der Mann auf der Kommandobrücke. Eine Halbsaison liegt noch vor Trainer August Baumühlner, ehe er seine Tätigkeit beendet. Es sei denn, es passiert die ganz große Sensation. Ligaportal gab er ein ausführliches Interview.
Welches Fazit zieht man nach der Hinrunde?
August Baumühlner: „Die ersten beiden Matches liefen ganz und gar nicht nach unserem Geschmack. Auf den Start mit einem Heimremis gegen die St. Pölten Amateure folgte eine Pleite bei Ortmann. Damit standen wir bereits unter Druck. Die Burschen blieben cool und schlugen im Anschluss tatsächlich die ganz hoch eingestuften Ebreichsdorfer. Mit dem Triumph legten sie den Schalter um. Es wurde ihnen bewusst, dass sie sich vor niemandem verstecken müssen. Dann sprang das Werkl so richtig an. Wir tüteten fleißig Punkte ein. Am fünften Spieltag schaute der Erfolg über den großen Meisterschaftsfavoriten Wr. Neustadt raus. Den einzigen misslungenen Auftritt gab es Ende September in Wieselburg. Ansonsten bin ich mit der Performance echt sehr zufrieden. Beeindruckend war für mich vor allem das Gezeigte bei Ybbs. Man spürte, wie im Umfeld des Vereins richtiggehend eine Euphorie entstand. Bald darauf reisten wir zu Tabellenführer Scheiblingkirchen. Da begleiteten uns sicher 140 Fans. Sie bekamen einen echten Schlager zu Gesicht. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass wir in dem Kräftemessen als Gewinner den Rasen verlassen. Leider scheiterten wir einmal am Gebälk. Der Konkurrent traf in der Schlussphase und behielt so die Oberhand. Schön, dass wir unmittelbar auf die Siegerstraße zurückkehrten. Mit einem 2:0 über Kilb schlossen wir das Jahr ab.“
Wie wurde die erfreuliche Entwicklung des Teams möglich?
August Baumühlner: „In der Transferzeit lieferten die Verantwortlichen einen hervorragenden Job ab und die Neuzugänge erfüllten die Erwartungen. Entsprechend schnell kamen sie im Team an und trugen wesentlich zu dem Run bei. Es gibt eine coole Stimmung. Gleichzeitig ist jeder dazu bereit, sein Bestes für die Mannschaft zu geben. Die Laufbereitschaft passt. In den Trainings ziehen alle Beteiligten voll mit. Es wird sich im Winter folglich nichts auf der Zugangs- oder Abgangsseite tun. Wir vertrauen unserem Kader. Es sollen auch die Talente Florian Hafenrichter sowie Julian Hochenthanner ordentlich Einsatzminuten bekommen. Positiv ist, dass zu Beginn der Rückrunde Nikola Ivic nach Verletzungsproblemen sein Comeback gibt. Auch Tobias Liebhaber stellt wieder eine Option dar. In Summe hilft uns das quantitativ und qualitativ.“
Was ist im Frühjahr möglich?
August Baumühlner: „Mitte Jänner erfolgt der Trainingsbeginn. In den Testpartien wartet etwa die Wiener Viktoria mit Toni Polster auf uns. Der Auftakt geht auswärts in der Landeshauptstadt über die Bühne. Im weiteren Verlauf möchten wir so lange wie möglich ganz oben mitmischen. Wir sind da oben jedenfalls die Truppe, welche ohne Druck im Titelrennen mitmischt. Ich möchte die Mannschaft weiterentwickeln und auch herausfinden, wer über die Qualitäten für die Zeit über den Sommer hinaus verfügt. Nachdem ich mich dann nach 16 Jahren verabschieden werde, beabsichtige ich, meinem Nachfolger eine funktionierende Truppe zu hinterlassen. Der Verein blickt sich bereits um einen neuen Coach um. Ich bleibe nur dann auf der Kommandobrücke, wenn uns die Burschen tatsächlich zum Meistertitel schießen. Die Zusage habe ich von meiner Frau.“