Freitagabend stand die SG Ortmann/Oed-Waldegg der SG Ardagger/Neustadtl gegenüber. Es trafen damit Teams aufeinander, die eine nicht einfache Zeit durchmachen. Der Erstgenannte wartete schon die ganze Rückrunde über auf den Premierentriumph. Zuletzt war er in St. Peter immerhin ungeschlagen vom Rasen gegangen. Die Gäste andererseits liefen seit Anfang April einem vollen Erfolg hinterher. Am vergangenen Wochenende hatten sie es aber doch geschafft, den im Aufwind befindlichen St. Pölten Amateuren ein Remis abzuringen. Ein Zähler wurde es auch dieses Mal final. Mehr ging sich nicht aus.
Rund 180 Zuschauer traten den Weg zum Sportplatz an. Die ortsansässigen Fans ließen sich die Hoffnung nicht nehmen, ihre Jungs im neuen Jahr doch noch über einen Triumph jubeln zu sehen. Gleichzeitig verstanden sie natürlich, dass es gegen den zweikampfstarken Kontrahenten nicht einfach werden würde. Das bestätigte sich dann auch am Feld. Die Hausherren starteten bemüht hinein. Der finale Pass wollte jedoch nicht gelingen. Sie fanden zu dichte Abwehrreihen in ihrer Vorwärtsbewegung vor. Rund 30 Minuten standen auf der Matchuhr, als ihnen der Spielverlauf überhaupt einen Strich durch die Rechnung machte. Florian Rusch netzte und brachte das angereiste Team in Front. Bei den Heimischen verursachte das Gegentor natürlich keine Jubelchöre. Sie atmeten durch und gingen dann auf den Ausgleich. Knapp vor der Pause glückte er. Christopher Klauser schloss trocken ab und animierte die Anhänger damit zu einem kräftigen Applaus. Mit dem 1:1 verabschiedeten sich die Protagonisten in die Kabine.
Hüben wie drüben bestand also noch der Glaube an den Sieg. Die Trainer vertrauten weiterhin jeweils ihrer Startelf und nahmen keine Änderungen vor. Wichtiger war, links sowie rechts des Mittelkreises mehr Mut auszustrahlen. Die beiden Teams probierten durchaus, brenzlige Situationen zu kreieren. Im Prinzip blieb es aber beim Versuch. Die Genauigkeit in der gefährlichen Zone fehlte einfach. Ein bisschen besser schaute das Offensivspiel wohl bei den Gästen aus. Trotzdem wollte das Runde bei all ihren Versuchen einfach nicht ins Eckige. Am Ende mussten sie sogar gehörig um das eine Körndl zittern. In der unmittelbaren Schlussphase entschied der Referee auf Elfmeter. Die Hausherren wussten, eine viel bessere Gelegenheit würden sie natürlich in der verbleibenden Zeit nicht vorfinden. Entsprechend großer Druck kam für den Schützen auf. Dieser übernahm Verantwortung und belohnte sich dafür aber tragischerweise nicht. Er scheiterte. Zum Nutznießer avancierte die Mannschaft aus Ardagger, welche so das Unentschieden über die Ziellinie brachte.
Wolfgang Riesenhuber (Stellvertreter Sportliche Leitung SG Ardagger/Neustadtl):
„Leider mussten wir dieses Mal mit erheblichen Personalproblemen kämpfen. Hintenraus ließ Ortmann zum Glück auch noch einen Strafstoß ungenützt. Natürlich wollten wir unbedingt endlich wieder gewinnen. Aber unter den Umständen nehmen wir auch den einen Zähler.“
Der Beste: Marcel Tenschert (Sturm SG Ardagger/Neustadtl)