Freitagabend empfingen die SKN St. Pölten Amateure den SC Zwettl. Der Erstgenannte hatte in der Frühjahrssaison soweit äußerst fleißig gepunktet, jüngst aber doch nur ein Unentschieden gegen St. Peter sowie Ardagger erreicht. Daher wollte man nun unbedingt wieder auf die Gewinnerstraße zurückkehren. Der Kontrahent andererseits war am vergangenen Wochenende in herausragender Manier über Langenrohr gerollt. Zumindest ein Remis sollte es aus seiner Sicht auch dieses Mal werden, um sich nicht von den Hauptstädtern überholen zu lassen. Das klappte nicht. Die Jungwölfe setzten sich verdient durch.
Rund 80 Zuschauer läuteten Pfingsten mit dem Besuch der Partie ein. Die Fans der Hausherren fanden sich zuversichtlich ein. Wie so oft seit dem Jahreswechsel kamen sie auf ihre Kosten, recht schnell sogar. Obwohl das Auswärtsteam eigentlich recht engagiert hineinstartete, lag es plötzlich hinten. Nach etwa 20 Minuten entschied der Referee auf Elfmeter für die Burschen von Trainer Daniel Schütz. Stürmer Davud Hodzic richtete sich den Ball her und brachte Sekunden später seine Farben in Führung. Mit dem Führungstreffer stachelte er seine Nebenleute an. Die vorne liegende Mannschaft übernahm jetzt immer klarer das Kommando. Nicht unverdient fiel eine Viertelstunde später das nächste Goal. Tayo Hisamatsu erhöhte unter dem Jubel der Anhänger. Mehr tat sich vor der Pause nicht. Mit dem komfortablen Vorsprung verabschiedeten sich die Heimischen in die Kabine.
Ganz ausweglos sahen die Zwettler den Zwischenstand noch nicht. Sie sehnten sich einen schnellen Anschlusstreffer herbei. Der angereiste Verein nahm einen Doppeltausch vor. Mit den eingewechselten Akteuren kehrte er topmotiviert auf den Rasen zurück. In Wahrheit gelang es ihm aber nicht wirklich, dem Geschehen eine Wende zu geben. Die Hauptstädter stellten das äußerst geschickt an. Sie bauten nun ihre Angriffe nur sehr wohlüberlegt auf. Es ging ihnen vor allem darum, dem Gegner keine Konter zu ermöglichen. Die Zeit verstrich. Der Plan der Hausherren funktionierte. Damit waren die Gäste gezwungen, in der unmittelbaren Endphase das Risiko zu erhöhen. Vereinzelte gefährliche Offensivaktionen schauten raus. Trotzdem fand keiner ihrer Versuche final den Weg in den Kasten. Keeper Christian Poterek hielt die Null fest. Mit dem Schlusspfiff stand der Triumph der SKN St. Pölten Amateure fest. Sie überholten den aktuellen Kontrahenten im Klassement und liegen tatsächlich nur mehr drei Zähler hinter den Top Five.
Dalibor Bajic (Co-Trainer SKN St. Pölten Amateure):
„Ich freue mich. Wir sahen eine starke Leistung der Burschen. Ich habe im Herbst trotz der schwachen Tabellenplatzierung schon diese Entwicklung vorausgesagt. Schön, dass es tatsächlich so gekommen ist.“
Die Besten: Davud Hodzic (Sturm SKN St. Pölten Amateure), Tayo Hisamatsu (Sturm SKN St. Pölten Amateure)