Freitagabend traf der SV Stockerau auf SCU-GLD Kilb. In dem Match bekamen es Nachzügler miteinander zu tun. Beide hofften darauf, im Fight um den Ligaverbleib einen ganz wesentlichen Schritt zu setzen. Dem Erstgenannten war vergangene Woche immerhin ein Remis im Vergleich mit Wr. Neustadt gelungen. Das Auswärtsteam hatte fast zeitgleich einen Kantersieg über Korneuburg eingefahren. Jetzt ergab sich die große Chance, mit einem weiteren vollen Erfolg den aktuellen Kontrahenten wohl endgültig abzuhängen. Das klappte nicht. Vielmehr siegten die Gastgeber und verfügen nun im Rennen um den Klassenerhalt über die bessere Position.
Rund 400 Zuschauer strömten in das Stadion Alte Au. Die ortsansässigen Fans wussten natürlich ganz genau, dass dieses Kräftemessen eine Schnittpartie für die Zukunft darstellte. Da wollten sie unbedingt ihren Beitrag leisten und die Burschen nach vorne treiben. Ein Offensivfeuerwerk erwarteten sie nicht. Um das ging es in der momentanen Situation nicht. Einzig die Punkte zählten. Auch aus Sicht der angereisten Mannschaft. Das zeigte sich dann am Rasen. Hüben wie drüben stand im Vordergrund, ja nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Kontrahenten bauten in erster Linie auf eine stabil agierende Defensive und setzen Nadelstiche. Dem Gegner sollten ja keine Kontersituationen ermöglicht werden. Zunächst neutralisierten sich die Gegner größtenteils, mit der Zeit aber wirkte der Hausherr dominanter. Der Referee entschied auf Elfmeter. Florian Frithum übernahm in der sensiblen Situation Verantwortung und versenkte das Runde im Eckigen. Die große Haupttribüne bebte. Der Anhang sprang erleichtert auf und atmete durch. Gleich darauf pfiff der Schiedsrichter den Durchgang ab.
Die Kilber lagen also zur Hälfte des Spiels knapp hinten. Psychologisch natürlich nicht ideal, so knapp vor dem Gang in die Kabine in Rückstand zu geraten. Auf der anderen Seite verfügen sie mit Paul Scharner über einen Coach, der ganz genau weiß, wie man motiviert. Bissig kehrten seine Jungs auf den Rasen zurück. In Wahrheit war ja nach wie vor alles drinnen. Zumindest kurz durfte das Team noch daran glauben, eine Niederlage irgendwie abwenden zu können. In der 56. Minute jedoch änderte sich die Situation. Da verschlechterte sich die Lage massiv. Der Spielleiter sprach den Heimischen den nächsten Strafstoß zu. Der Schütze des ersten Goals stellte seine Führungsrolle unter Beweis und schnappte sich die Wuchtel erneut. Wie würde jetzt das Duell zwischen dem Routinier und dem Keeper bringen? Wieder zog der Schlussmann den Kürzeren. Die Gastgeber zogen auf 2:0 davon. Die zurückliegende Truppe probierte im Anschluss natürlich beherzt, zumindest den Anschlusstreffer zu erzielten. Dieser glückte jedoch nicht und so tüteten die Stockerauer den Triumph ohne gröbere Probleme ein. Damit finalisierten sie auf dem Weg zum Klassenerhalt einen ganz wichtigen Erfolg. Das Momentum spricht nun für sie.
Patrick Jenisch (Sportlicher Leiter SV Stockerau):
„Wir freuen uns selbstverstände alle, dass wir dieses Sechspunktespiel für uns entscheiden konnten. Lediglich zu Beginn taten wir uns etwas schwer. Dann erledigten wir die Aufgabe recht souverän. Das Ergebnis geht so in Ordnung. Erreicht ist noch nichts, aber natürlich gibt uns das Ergebnis Auftrieb für die kommenden Runden. Und ich bin überzeugt, dass der Abstiegskampf positiv für uns endet.“
Die Besten: Stefan Pacher (Mittelfeld SV Stockerau), Florian Frithum (Mittelfeld SV Stockerau)