Zum Abschluss in der 2. Klasse Mostviertel zog der SV Leiben beim 1:2 beim USV Münichreith knapp den Kürzeren. Münichreith legte früh vor und baute nach der Pause durch Martin Schwinghammer auf 2:0 aus, Leiben kam trotz später Verkürzung durch Fabian Rameder nicht mehr zum Ausgleich. Trainer Davor Saric sprach von vielen vergebenen Chancen, Aluminiumtreffern und einem starken gegnerischen Keeper – und hob Münichreiths Effizienz als entscheidenden Faktor hervor.

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Gerade erst war angepfiffen, da lag Leiben bereits hinten: In Minute 3 brachte Martin Schwinghammer Münichreith mit 1:0 in Front. Saric erlebte sein Team danach dennoch gut im Spiel. „Es war eine sehr gute Partie von uns. Wir hatten sehr viele Chancen und auch viel Aluminium. Der Münichreither Tormann hat starke Paraden gezeigt.“ Bis zur Pause blieb es beim 1:0. Nach dem Seitenwechsel drückte Leiben, kassierte aber das 2:0 – erneut durch Schwinghammer in Minute 58. Trotz der roten Karte gegen Selajmi Morina (77.) gaben die Gäste nicht auf und wurden in der Nachspielzeit belohnt: Fabian Rameder stellte in Minute 90+5 auf 2:1. Mehr war nicht drin, die Uhr lief gegen Leiben.
Davor Saric wollte seiner Mannschaft nichts vorwerfen – außer die fehlende Kaltschnäuzigkeit. „Die Chancen lagen klar auf unserer Seite. In den letzten Wochen waren wir oft effizient, aber gestern wollte die Kugel einfach nicht ins Tor.“ Gerade deshalb spürte er bis zum Schluss die Möglichkeit auf Punkte: „Es gab keinen Zeitpunkt, an dem ich dachte, dass wir das verlieren. Selbst nach dem 2:0 und auch nach der roten Karte haben wir an uns geglaubt.“ Dass es am Ende beim 1:2 blieb, erklärt er schlicht mit der unterschiedlichen Verwertung: „Münichreith war effizient und kaltschnäuzig. Aus vier, fünf guten Chancen machen sie zwei Tore – das ist individuelle Qualität vorne.“ Und sein Fazit fällt deutlich aus: „Meine Mannschaft hat Herz und Seele auf dem Platz gelassen. Meiner Meinung nach hat gestern die bessere Mannschaft verloren.“
In seinen Einschätzungen hob Saric den Gegner fair hervor – vor allem dessen vorderste Reihe. „Vorne mit Tirer, Duda und Schwinghammer haben sie extreme Qualität.“ Dass Münichreith am Saisonende auf Rang drei steht, überrascht ihn nicht: „Die stehen nicht umsonst dort.“ Gleichzeitig sieht Saric viele positive Ansätze bei Leiben. „Das Mannschaftsgefüge und die Stimmung sind sehr gut. Wir haben in den letzten Monaten viele junge Spieler entwickelt, die zu Stammkräften geworden sind.“ Genau darauf will Leiben aufbauen: mehr Effizienz im letzten Drittel, die gezeigte Moral beibehalten – und die vielen erspielten Möglichkeiten künftig konsequenter nützen.