In der 2. Klasse Ost-Mitte feierte der SV Mitterndorf gegen den ASV Hinterbrühl einen 12:0-Kantersieg. Nach 2:0 zur Pause legten die Hausherren direkt nach Wiederanpfiff entscheidend nach und schraubten das Ergebnis hoch. Hinterbrühls Trainer Clemens Maurer sprach von ordentlichen ersten 25 Minuten, dann aber von zwei folgenschweren Fehlern und einer zweiten Hälfte, in der seinem Team der Faden riss. „Nach dem 3:0 war das Spiel vorbei“, ordnete Maurer nüchtern ein.

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Hinterbrühl reiste personell auf dem Zahnfleisch an. „Die Vorzeichen waren schlecht: zwei Gesperrte, dazu drei, vier auf Urlaub. Ich hatte eigentlich nur mehr elf Spieler zur Verfügung“, sagte Clemens Maurer. Trotzdem begann seine Elf konzentriert. „Die ersten 25 Minuten haben wir es eigentlich ganz gut gemacht“, so der Coach. Dann der Knackpunkt: In Minute 32 traf Nico Kusch zum 1:0 – aus Maurers Sicht nach einem kapitalen Eigenfehler. „Das 1:0 fällt nach einem Rückpass und einem Tormannfehler – der Stürmer muss dann nur noch ins leere Tor schieben.“ Nur fünf Minuten später erhöhte Marcel Mottl auf 2:0 (37.), womit es auch in die Pause ging. „Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine oder andere Chance, machen das Tor aber nicht – dann bleibt das Spiel nicht offen“, erklärte Maurer.
Die Entscheidung fiel kurz nach der Pause: Andreas Bohmann stellte in Minute 51 auf 3:0. „Kurz nach der Pause das schnelle 3:0 nach einem Missverständnis – danach war das Spiel vorbei“, sagte Maurer. Von da an spielte Mitterndorf befreit auf und blieb am Drücker: Muhammed Bayram legte das 4:0 (53.) nach, Marcel Mottl erhöhte auf 5:0 (54.), ehe Nico Kusch das halbe Dutzend vollmachte (66.). In der Schlussphase trafen erneut Bayram (75.) und Cavit Barman (76.), bevor Georg Hauer mit einem Doppelschlag (83., 86.) zweistellig stellte. Mottl setzte mit zwei weiteren Treffern in Minute 88 und 90+1 den Schlusspunkt zum 12:0 – damit schnürte er einen Viererpack. Maurer blieb fair: „Mitterndorf hat nicht aufgehört, weil sie das Torverhältnis für die Meisterschaft brauchen.“ Gleichzeitig benannte er das eigene Nachlassen: „Wille, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft haben vor allem nach der Pause nachgelassen.“
Maurer sah den Unterschied klar benannt: „Der Unterschied war eindeutig die Spielstärke.“ Für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Mitterndorf ist kompakt und spielt nicht umsonst um den Meistertitel, die haben einen super Mittelfeldspieler.“ Das deckt sich mit der Tabelle: Nach 20 Runden führt Mitterndorf mit 45 Punkten, während Hinterbrühl bei 11 Zählern steht. Zum Unparteiischen meinte Maurer knapp: „Der Schiedsrichter war unauffällig, es gab keine Schlüsselszene.“ Trotz des bitteren Abends blieb der Coach sachlich und skizzierte die Marschroute: „Wir wollen die letzten zwei Partien gut über die Bühne bringen und uns dann schon auf die neue Saison konzentrieren.“