In der 2. Klasse Ost-Mitte feierte der SC Achau beim FC Laxenburg einen 2:1-Auswärtssieg. Die Gäste hatten in Runde 20 früh die Kontrolle und entschieden die Partie mit zwei Treffern nach Standards, ehe Laxenburg spät verkürzte. „Der Sieg war nie in Gefahr, aber wir waren im letzten Drittel nicht konsequent genug“, ordnete Achau-Trainer Helmut Vogel ein. Durch den Dreier hält Achau bei 45 Punkten und bleibt an der Spitze dran, während Laxenburg bei 24 Zählern verweilt.

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Vom Anpfiff weg zeigte Achau, warum die Mannschaft oben mitspielt. Helmut Vogel sah sein Team „von der ersten Minute an tonangebend“ und „mit Spiel und Gegner gut unter Kontrolle“. Trotzdem hakte es aus seiner Sicht beim Tempo: „Wir sind eine spielstarke Mannschaft, die schnelles Kombinationsspiel forciert und zügig umschaltet. Das haben wir diesmal nicht so gut gemacht, wir haben uns ein bisschen dem Gegner angepasst.“ Zählbares gab es dennoch vor der Pause: In Minute 35 traf Dino Mesanovic zum 0:1. Vogel führte den Führungstreffer klar auf eine einstudierte Stärke zurück: „Das 1:0 war nach einer Standardsituation. Der Ball kam aufs lange Eck, Noah Zach hat aufgelegt auf Dino Mesanovic, und Dino hat den Ball bravourös über die Linie gedrückt.“ Mit dem 0:1 ging es auch in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Achau das aktivere Team, suchte die Entscheidung – und bekam sie erneut nach einem ruhenden Ball. Nach 68 Minuten erhöhte Michael Petkovits auf 0:2, wieder nach einer Standardsituation. „Das zweite Tor war wieder nach einer Standardsituation, wo Michael Petkovits per Kopf bravourös abgeschlossen hat“, schilderte Vogel. Laxenburg steckte jedoch nicht auf und kam zehn Minuten vor Schluss durch Leon Constantin Ciepelinski zum 1:2 (80.). Aus der Ruhe ließ sich Achau dadurch nicht groß bringen, wenngleich die Schlussphase ruppiger wurde und Noah Zach in der 88. Minute die Rote Karte sah. Vogel blieb in seiner Einordnung klar: „Der Schiedsrichter hatte es über weite Strecken unter Kontrolle, hat es in den letzten Minuten aber aus der Hand gegeben. Die Rote Karte war aus meiner Sicht unnötig. Der Tormann lässt sich fallen, es war keine Tätlichkeit von meinem Spieler.“ Fest steht: Die Gäste verteidigten den knappen Vorsprung und nahmen verdient drei Punkte mit.
In der Analyse hob der Achau-Coach die klare Spielkontrolle und die defensive Stabilität hervor: „Wir waren im Kollektiv stark, haben eigentlich nichts zugelassen. Bis auf eine Möglichkeit – die für mich keine richtige Torchance war – bekommen wir das Gegentor. Hinten sind wir gut gestanden.“ Gleichzeitig forderte Vogel mehr Schärfe vor dem Tor: „Ausschlaggebend war, dass wir dominiert haben, aber im letzten Drittel nicht konsequent genug waren, um höher zu gewinnen.“ Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams sagte er: „Der entscheidende Unterschied ist die Qualität. Achau steht über Laxenburg.“ Mit nun 45 Punkten ist Achau nach 20 Runden punktgleich mit Spitzenreiter SV Mitterndorf und hat den Titel weiter im Visier. „Wir müssen jetzt ohnehin auf einen Unfall von Mitterndorf hoffen. Wir haben es nicht in der Hand, spielen aber unsere letzten zwei Partien drauf los – und dann schauen wir, was rauskommt“, erklärte Vogel zum Ausblick.