In der 2. Klasse Ost-Mitte feierte der SV Mitterndorf beim FC Laxenburg einen klaren 7:2-Auswärtssieg. Nach einer Phase des Abtastens legten die Gäste vor der Pause einen schnellen Dreierschlag hin und nahmen das Spiel komplett in die Hand. Trainer Manfred Kusch sprach von einer geschlossenen Vorstellung und davon, dass nach den Treffern zum 2:1, 3:1 und 4:1 alles für sein Team lief. Laxenburg kam zwar zu zwei Toren, der Spitzenreiter blieb aber ruhig und nutzte seine Chancen konsequent.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Mitterndorf legte früh vor: In Minute 4 stellte Muhammed Bayram auf 0:1. Laxenburg hatte die passende Antwort und glich schon in der 7. Minute durch Leopold Rauch-Höphffner zum 1:1 aus. Danach kippte die Partie Schritt für Schritt zu den Gästen. Zwischen Minute 29 und 36 trafen Marcel Mottl, Cavit Barman und Emir Eren in kurzer Abfolge – aus dem 1:1 wurde ein klares 1:4 und damit die Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel fiel das nächste Tor prompt: Ein unglückliches Eigentor von Stefan Lauber bedeutete in der 47. Minute das 1:5. Mitterndorf blieb dran und erhöhte durch Mottl in der 64. Minute auf 1:6. Laxenburg verkürzte in der 81. Minute durch Olaiya Ezekiel auf 2:6, den Schlusspunkt setzte aber erneut der Gast: Georg Hauer traf in Minute 87 zum 2:7-Endstand. Die Tore verteilten sich breit, Mottl schnürte zudem einen Doppelpack.
Nach Abpfiff ordnete SV-Coach Manfred Kusch die 90 Minuten deutlich ein. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Danach waren wir die dominante Mannschaft, wir hatten alles unter Kontrolle und waren eindeutig die bessere Mannschaft“, sagte er. Besonders die Phase vor der Pause hob er hervor: „Mit dem 2:1, 3:1 und 4:1 in kurzer Folge war die Partie auf unserer Seite. Damit haben wir dem Gegner den Zahn gezogen, das hat uns in die Karten gespielt.“ Dass seine Elf so konsequent auftrat, führte Kusch auf das große Ganze zurück: „Die größte Stärke war die Geschlossenheit. Wir sind als Team aufgetreten, die Tore waren das Ergebnis einer erfolgreichen Vorbereitung.“ Dass er an den Auftritt glaubte, machte er ebenso klar: „Ich hatte vor der Partie keine Zweifel, dass wir auswärts gewinnen.“ Kritik hielt er sich bewusst fern: „Bei dem Spiel gibt’s nix zu meckern.“
Trotz des deutlichen Resultats fand Kusch anerkennende Worte für den Gegner: „Laxenburg war sehr bemüht, hat defensiv eng gespielt und versucht, über Konter umzuschalten. Da mussten wir uns in den ersten zwanzig Minuten anpassen.“ Danach kontrollierte Mitterndorf die Partie und brachte den Auswärtssieg souverän über die Linie. Ein Punkt, der dem Trainer wichtig war: das Schiedsrichterteam. „Der Schiedsrichter war sehr, sehr gut – einer der besten in letzter Zeit. In ein, zwei Situationen hätte es vielleicht Elfmeter für uns geben können, aber insgesamt war das sehr stark geleitet“, sagte Kusch.
In der Tabelle bleibt der SV Mitterndorf an der Spitze und liegt mit 48 Punkten punktgleich mit Verfolger SC Achau vorne, während der FC Laxenburg bei 24 Zählern rangiert. Für Mitterndorf gilt es nun, die breite Torschützenliste dieses Abends – von Bayram bis Hauer – als Rückenwind für die nächsten Aufgaben mitzunehmen.