Spielberichte

„Die Moral hat es gemacht“ – Ebergassing dreht nach Corner-Serie das 0:1 zu einem 3:1

SC Ebergassing
Perchtoldsdorf II

Später Jubel in der 2. Klasse Ost-Mitte: Der SC Ebergassing drehte gegen Perchtoldsdorf II ein 0:1 zur Pause noch in ein 3:1. Trainer Michael Gaderer hob nach dem Schlusspfiff vor allem Moral und Kampfgeist hervor: „Der Wille, nie aufzugeben, war der Schlüssel.“ Entscheidender Abschnitt war aus seiner Sicht eine Serie von Ecken nach der Pause – da kippte die Partie zugunsten der Hausherren.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zähes Ringen vor der Pause, Rückstand nach 20 Minuten

Ebergassing erwischte laut Coach Michael Gaderer den wacheren Beginn. „Die ersten zehn Minuten waren wir besser“, schilderte er. Danach aber übernahmen die Gäste Schritt für Schritt das Kommando und setzten die Heimelf unter Druck. „Perchtoldsdorf hat dann den Ton angegeben und uns kaum Chancen gelassen“, so Gaderer. Aus dieser Phase fiel auch der Führungstreffer: Daniel Agai traf in Minute 20 zum 0:1. Zur Pause stand es folgerichtig 0:1, Ebergassing lief hinterher und fand vor der Pause nicht die klaren Mittel. Ebergassing blieb zwar im Spiel, musste aber lange auf den Moment warten, um wieder Luft zu bekommen und das Ergebnis zu drehen.

Corner-Serie als Zünder: Ausgleich, Führung, Deckel drauf

Nach dem Wechsel veränderte sich das Bild. Gaderer sah sein Team „mit großem Willen“ zurückkommen und betonte den Knackpunkt: „Für mich war ausschlaggebend diese Corner-Serie. Wir hatten sechs, sieben Ecken hintereinander, sehr gut getreten – ab da ist es losgegangen.“ Passend dazu fiel der Ausgleich: Sebastian Schulak stellte in der 58. Minute auf 1:1. Ebergassing blieb am Drücker und erzwang die Wende, als ein Eigentor von Luca Kammerer in der 73. Minute zum 2:1 einschlug. „Wir haben das dann trocken heimgespielt und sogar noch das 3:1 gemacht“, sagte Gaderer – und kurz vor dem Ende setzte Paul Bruckner in der 90.+1 den Schlusspunkt zum 3:1. Der Weg dorthin war kein Selbstläufer, aber Ebergassing nutzte die Standards und die zweite Luft konsequent.

Gaderers Einordnung: Große Moral, aber Konzentration muss länger halten

In seiner Analyse hob der Trainer die innere Haltung seiner Mannschaft hervor: „Der entscheidende Moment war die Moral, der Kampfgeist und der Wille, nie aufzugeben.“ Gleichzeitig blieb er selbstkritisch. „Luft nach oben gibt es bei der Konzentration. Wir dürfen keinen so langen Durchhänger haben wie heute zwischen der 15. und 60. Minute“, erklärte Gaderer. Zum Gegner fand er anerkennende Worte: „Perchtoldsdorf hat am Anfang den Druck erhöht und sehr gut gespielt.“ Aus seiner Sicht brachten Ebergassing Stärke und Entschlossenheit die Fehler der Gäste zutage. Zur Leitung meinte er, ohne auf einzelne Szenen zu zielen: „Extreme Situationen gab es nicht, aber die Schiedsrichter sollten die Spielmacher mehr schützen.“

In der Tabelle hält Ebergassing nach 20 Spielen bei 21 Punkten (Rang 9), Perchtoldsdorf II bei 29 Zählern (Rang 7). „Der größte Unterschied war, dass meine Mannschaft bis zum Schluss an sich geglaubt hat“, sagte Gaderer – daran will Ebergassing in den kommenden Wochen anknüpfen.

2. Klasse Ost-Mitte: Ebergassing : Perchtoldsdorf II - 3:1 (0:1)

  • 91
    Paul Bruckner 3:1
  • 73
    Eigentor durch Luca Kammerer 2:1
  • 58
    Sebastian Schulak 1:1
  • 20
    Daniel Agai 0:1