In der 2. Klasse Ost blickt der SC Haslau/Ma. E. vor der letzten Runde bei SC Rohrau/G. auf ein mageres Frühjahr zurück. Trainer Martin Duska, seit März im Amt, findet deutliche Worte: nur zwei Siege, viele Niederlagen, die Stimmung gedämpft – und trotzdem das klare Ziel, die Spielzeit ordentlich zu beschließen. „Wir wollen in Rohrau mit einem positiven Gefühl in die Pause“, sagt er und richtet den Blick zugleich auf die Arbeit für die kommende Saison.
Martin Duska macht keinen Hehl daraus, wie zäh sich das Frühjahr angefühlt hat. „Die Rückrunde war nicht berauschend“, sagt der Coach und spricht von bisher nur zwei Siegen und „vielen Niederlagen“, die „ernüchternd“ gewesen seien. Seit März steht er in Haslau an der Linie – genug, um klar zu benennen, worum es jetzt geht: „Jetzt müssen wir den Hebel ansetzen und nächste Saison besser machen.“ Auch die Stimmung beschreibt er ohne Umschweife: „Die ist nicht rosig, das ist klar, wenn man viele Spiele nicht gewinnt.“ Gleichzeitig betont er, dass die Mannschaft im Training drangeblieben ist und sich nicht hängen ließ: „Die Burschen sind großteils positiv an die Sache herangegangen – in der Hoffnung, dass es nächste Saison durch Veränderungen besser wird.“ Aus diesen Sätzen spricht keine Ausrede, sondern die nüchterne Feststellung, dass es heuer oft nicht gereicht hat und dass Konsequenzen folgen müssen.
Vor der abschließenden Auswärtspartie bei SC Rohrau/G. ist die Lage überschaubar: Haslau geht als Elfter mit 16 Punkten ins Finale, Rohrau liegt mit 22 Zählern auf Rang zehn. Der Plan ist simpel, aber wichtig für den Kopf: „Da wollen wir mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen. Wir arbeiten in der Woche noch im Training dran und schauen, was in der letzten Runde rauskommt“, so Duska. Personell ist die Lage ordentlich, nur Adrian Ebner plagt eine Zerrung in der Wade, sonst sei der Kader weitgehend fit. Abseits des Rasens blieb alles ruhig: „Bei uns ist alles beim Alten“, sagt der Trainer im Umfeld, aber auch unser Unterbau ist mir wichtig und auch da wird es Veränderungen geben, um unsere Reserve besser aufzustellen. Den Blick über den eigenen Tellerrand spart er nicht aus: „Fischamend gratuliere ich zum Meistertitel – für mich die Top-Mannschaft, die das souverän runtergespielt hat.“ Zugleich bewertet er die Staffel insgesamt: „Die Liga ist sehr kampfbetont und eine starke 2. Klasse, ausgeglichen und mit guten individuellen Spielern und Teams am Start. Jedes Match ist "Spitz auf Knopf", und gerade für unseren kleinen Kader und die Negativserie eine große Herausforderung. Da heißt es, Ruhe bewahren und hoffen, dass die Mannschaft an Schwerpunkte wie Abläufe, die ich ihr versuche im Training mitzugeben, auch glaubt.“
Dass im Sommer geschraubt werden muss, verschweigt in Haslau niemand. „Es gibt Abgänge bzw. Neuzugänge, da ist unser sportlicher Leiter Jahoda Martin drauf und dran, aber derzeit ist noch nichts fix. Wir arbeiten an neuen Gesichtern“, erklärt Duska. Konkrete Namen möchte er noch nicht nennen, doch die Richtung ist klar: mehr Stabilität in der Kadergröße, mehr Punkte und wieder häufiger das Gefühl, Spiele auch zu eigenen Gunsten zu entscheiden, denn eines ist klar: SC HASLAU hat Potenzial, aber es müssen alle im Verein an einem Strang ziehen, sonst wird das nichts. Die Trainingsarbeit soll durch den Sommer konsequent weiterlaufen, mit klaren Schwerpunkten und ohne Hektik. „Unser Fokus liegt schon auf der nächsten Saison, um einige Dinge zu verbessern“, sagt der Coach und verweist noch einmal auf die Haltung seiner Mannschaft: Trotz der vielen Niederlagen habe sich die Truppe im Alltag nicht weggeduckt, und welche Spieler bereit sind, unseren Weg mitzugehen, stehen für mich fest. Für den Moment zählt aber erst das Tagesgeschäft: in Rohrau liefern, sauber abschließen, Selbstvertrauen tanken – und dann mit frischem Kopf und verändertem Kader neu angreifen.