In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal sorgt Florian Uhl, Obmann von UFC Gaubitsch, derzeit mit seinem Verein für Aufsehen. Nach zwölf absolvierten Spielen stehen die Gaubitscher mit 33 Punkten an der Spitze der Tabelle. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten SV Hausleiten beträgt fünf Zähler. In den letzten fünf Begegnungen feierte das Team vier Siege – gegen SU Grabern, USC Fallbach, SC Enzersfeld/W. und Stockerau II – ehe die Erfolgsserie mit einer Niederlage gegen den direkten Verfolger aus Hausleiten endete. Im Gespräch zieht Uhl eine Zwischenbilanz über den unerwarteten Höhenflug, die Stimmung im Verein und die personellen Veränderungen in der Winterpause.

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„Die Hinserie war durchwegs sehr positiv und auch für uns sehr überraschend“, erklärt Florian Uhl. Der Vereinsobmann betont, dass man zu Saisonbeginn keine allzu großen Erwartungen gehabt habe. „Wir hätten nicht geglaubt, dass wir ganz oben stehen oder so einen Erfolgslauf hinlegen können.“ Trotz der Rückschlag-Niederlage gegen SV Hausleiten bewertet Uhl die bisherige Entwicklung als überaus zufriedenstellend.
In der Tabelle führte Gaubitsch bereits seit der dritten Runde durchgehend das Feld an – ein Zeichen für Konstanz und mentale Stärke. Dass die Mannschaft sich gegen zahlreiche Herausforderer behaupten konnte, spiegelt sich auch in der Siegesserie bis zur Niederlage beim aktuellen Verfolger wider.
Mit Blick auf den Winter betont Uhl, dass im Vereinsumfeld keine strukturellen Änderungen erfolgt sind: „Der Vorstand und der Trainerstab – da hat es keine Veränderungen gegeben.“ Diese Kontinuität soll auch künftig ein Eckpfeiler des Erfolges bleiben. Dennoch wurde auf dem Transfermarkt gezielt gehandelt.
Nach dem Abgang von Bronislav Stana, der in seine tschechische Heimat wechselte, verstärkte sich das Team mit einem Stürmer vom SK Wullersdorf – eine Eins-zu-eins-Verpflichtung für den Angriff. „Ein Stürmer ist gegangen, ein neuer Stürmer ist gekommen“, fasst Uhl nüchtern zusammen. Besonders erfreulich sei die Entwicklung einzelner Spieler: Kapitän Manuel Nekam habe „einen großen Schritt gemacht“ und sich ebenso weiterentwickelt wie Legionär Patrik Pacula, der laut Uhl „eine super Hinserie gespielt“ hat.
Das Klima innerhalb der Mannschaft beschreibt Uhl als „sehr gut“. Auch in der Vorbereitung seien viele Spieler regelmäßig im Training, was für Motivation und Zusammenhalt spricht. „Wir hoffen natürlich, dass die Stimmung weiter passt“, hält er fest. Als sportlich besonders beeindruckende Gegner nennt der Obmann den SV Langenzersdorf sowie erneut den SV Hausleiten: Beide Teams seien spielerisch stark und mit „jungen, hungrigen Truppen“ ausgestattet.
Diese Mischung habe besonders die Duelle spannend gemacht. Trotz der jetzt beginnenden Routine auf dem Platz steht beim Tabellenführer die Freude am Spiel im Vordergrund. „Wir freuen uns sehr auf die Rückserie, wollen in der Vorbereitung viele Spieler einsetzen und dann gut in die nächste Phase starten“, blickt Uhl optimistisch nach vorn. Die ruhige und zugleich fokussierte Haltung in Gaubitsch lässt erkennen: Auch wenn der Platz an der Sonne keine Pflicht ist, will der Spitzenreiter der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal seine Erfolgsstory in der Rückrunde fortschreiben.