In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal lieferte sich der SC Sparkasse Enzersfeld/W. mit dem SC Guntersdorf ein wildes Duell und setzte sich am Ende mit 4:3 durch. Guntersdorf drehte nach der Pause kurz auf und führte 3:2, kassierte dann aber bald den Ausgleich und später den entscheidenden Treffer. Obmann Franz Kurzweil sprach von einer stark ersatzgeschwächten Truppe und einem Doppelschlag, der die Hoffnung auf Punkte zunichtemachte. „Der Sieg der Heimmannschaft geht in Ordnung“, ordnete er die Partie nach einem offenen Schlagabtausch ein.

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Die Partie begann mit Tempo und klaren Nadelstichen auf beiden Seiten. Enzersfeld erwischte den besseren Start: Timo Enzi stellte bereits in der 6. Minute auf 1:0. Guntersdorf schüttelte sich kurz, kam über Felix Windisch zurück und glich in Minute 20 zum 1:1 aus. Doch die Hausherren blieben dran und gingen durch Nico Haferl in der 25. Minute erneut in Führung. Kurz vor der Pause meldete sich Guntersdorf wieder – Paul Schöberl traf zum 2:2 (44.), mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. „Das Spiel ist hin und her gegangen“, sagte Franz Kurzweil, „wir waren stark ersatzgeschwächt, aber wir sind drangeblieben.“ Nach dem Wechsel belohnten sich die Gäste: Michal Ondica drehte die Partie in der 69. Minute auf 2:3 aus Guntersdorfer Sicht. „Das 3:2 ist aus einem Freistoß gefallen, da haben wir geglaubt, wir bringen das über die Runden“, so Kurzweil. Doch Enzersfeld antwortete sofort: Lukas Gottwald glich in Minute 71 zum 3:3 aus und legte in der 78. Minute das 4:3 nach. „Wir haben dann in kurzer Zeit zwei Tore kassiert. Nach dem Doppelschlag konnten wir nichts mehr dagegenhalten“, beschrieb der Obmann die entscheidende Phase, in der der Gastgeber die Partie endgültig auf seine Seite zog.
Franz Kurzweil machte kein Geheimnis daraus, dass der Kader an diesem Tag auf Kante genäht war. „Es haben gleich fünf Spieler gefehlt, die normalerweise spielen. Die, die am Platz standen, haben alles gegeben“, erklärte er. Gerade in der Defensive machte sich die Notbesetzung aus seiner Sicht bemerkbar: „Wenn wir auswärts vier Tore bekommen, waren wir hinten nicht so gut organisiert.“ Gleichzeitig hob er die Moral seiner Mannschaft hervor: „Wir haben gekämpft und nie aufgegeben. Die Jungs haben immer daran geglaubt, dass wir zumindest einen Punkt mitnehmen.“ Genau dieser Glaube war nach der eigenen 3:2-Führung greifbar. Umso bitterer, dass die Antwort der Heimelf so schnell kam. „Es ist die ganze Zeit auf Messers Schneide gestanden. Wir sind immer ein bisschen nachgelaufen, und die Gegentore sind für uns ungünstig gefallen“, sagte Kurzweil und blieb trotzdem fair in der Einordnung: „Der Sieg der Heimmannschaft geht auch in Ordnung.“
In seiner Analyse fand Kurzweil auch klare Worte zum Gegner. „Ich habe schon im Herbst gesagt: Enzersfeld hat technisch sehr gute Einzelspieler, einige mit Vergangenheit in höheren Ligen“, erklärte der Guntersdorfer Obmann. Genau diese Qualität habe am Donnerstagabend den Ausschlag gegeben: „Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Diskussionen über den Unparteiischen gab es keine – im Gegenteil: „War alles in Ordnung. Da war keine Szene dabei, wo man den Schiedsrichter infrage stellen könnte.“ Trotz des 3:4-Auswärtsrückschlags bleibt die Stimmung in Guntersdorf konstruktiv. „Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit der Tabellenplatzierung und mit der Saison. Es geht für uns um den zweiten Platz, und das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass wir Dritter werden. Insgesamt schließen wir die Saison sportlich sehr positiv ab“, betonte Kurzweil. Für die letzten Aufgaben heißt das: Kräfte sammeln, Ausfälle kompensieren und wieder kompakter verteidigen – dann soll der Top-3-Abschluss fixiert werden.