In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal trennte sich der SV Stetteldorf am Wagram vom USC Fallbach mit 2:2. Nach 0:2-Rückstand rettete ein später Ausgleich den Punkt für die Hausherren. Trainer Jürgen Lederer sprach von einem „insgesamt verdienten Remis“, lobte die Ballzirkulation seiner Elf – haderte aber mit den Gegentoren: „Wir lassen den Ball gut laufen, bekommen aber zu oft blöde Tore.“ Das passte zum Abend, an dem Tobias Friedl mit einem Doppelpack den Zähler festhielt.

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Stetteldorf startete ordentlich, fand gut ins Spiel und legte mutig los. „Wir waren gut im Spiel drinnen, haben uns Chancen herausgespielt“, hielt Jürgen Lederer fest. Dennoch gingen die Gäste in Führung: In Minute 39 traf Daniel Pospisil zum 0:1, der Coach ordnete die Szene als Standard mit Abpraller ein – „schön getroffen“, wie er sagte. Nach der Pause legte Fallbach nach: Marek Sehnal erhöhte in der 53. Minute auf 0:2. Die Antwort der Hausherren kam schnell und hielt sie im Spiel: Nur vier Minuten später stellte Tobias Friedl auf 1:2 (57.). Stetteldorf blieb dran, suchte den Ausgleich und bekam ihn in einer heißen Schlussphase: In der 85. Minute sah Fallbachs Wolfgang Berger Rot, im selben Moment besorgte erneut Friedl das 2:2. Zur Halbzeit hatte es noch 0:1 gestanden, am Ende fühlte sich der Punkt aufgrund des Comebacks absolut verdient an.
Lederers Einordnung fiel differenziert aus. „Wir haben den Ball in den eigenen Reihen gut zirkulieren lassen und uns teilweise schöne Chancen herausgespielt“, betonte er. Gleichzeitig benannte er klar, was seinen Männern aktuell wehtut: „Wir bekommen zurzeit oft blöde, unnötige Tore – das erschwert uns das Spiel.“ Aus seiner Sicht war Stetteldorf über weite Phasen die aktivere Mannschaft, mit guten Ballstafetten und ruhigen Aufbauphasen. „Phasenweise waren wir dem Sieg näher“, sagte der Trainer – zumal man den Gegner trotz dessen Offensivqualität meist im Griff hatte: „Fallbach hat nach vorne sehr gute Spieler, aber über weite Strecken hatten wir sie gut unter Kontrolle.“ Über die Schiedsrichterleistung wollte Lederer nicht sprechen; die Diskussion darüber überließ er anderen und rückte stattdessen seine Mannschaft und deren Leistung in den Mittelpunkt.
Ein zusätzlicher Lichtblick für Stetteldorf: die aufrückenden Youngsters. „Wir haben sehr junge Spieler, die sich viel zutrauen, technisch stark sind und den Ball gut laufen lassen“, hob Lederer hervor. Dass es am Ende „nur“ ein 2:2 blieb, erklärte er nüchtern mit zwei Punkten: die fehlende Konsequenz im Abschluss und die erwähnten leichten Gegentreffer. Dennoch war das Remis für ihn ein positiver Baustein: „Über neunzig Minuten geht das 2:2 in Ordnung – das Tor zum Schluss war wichtig für uns.“ In der Tabelle rangiert Stetteldorf aktuell im hinteren Mittelfeld, Fallbach im Mittelfeld – da tut ein Zähler gegen einen robusten Gegner gut. Der Fokus für die nächsten Einheiten ist klar: das Gute mitnehmen, am Abstellen der billigen Gegentore arbeiten und die Stabilität über die vollen neunzig Minuten halten.