Spielberichte

„Der Ball wollte kein zweites Mal rein“ – Kreiner ärgert sich nach 1:1 über dreimal Aluminium

SG Korneuburg/Stetten II
FZSV Rußbach

Zum Abschluss der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal trennten sich die SG Korneuburg/Stetten II und der FZSV Rußbach mit 1:1. Die Hausherren gingen durch Lukas Gassner in Führung (34.), kurz vor der Pause stellte Marcel Micanovic auf 1:1 (45+2). Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und trafen dreimal Aluminium, doch der Sieg wollte nicht fallen. „Der Ball wollte kein zweites Mal rein“, bilanzierte Co-Trainer Andreas Kreiner, der den Punkt zum Saisonende dennoch positiv einordnete.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Führung durch Gassner, Ausgleich kurz vor der Pause

Von Beginn an merkte man dem Duell an, dass es das letzte Saisonspiel war. Andreas Kreiner brachte es offen auf den Punkt: „Es ist um die goldene Ananas gegangen – ein laues Sommerspiel.“ Trotz des lockeren Rahmens legten seine Burschen ordentlich los und belohnten sich nach 34 Minuten: Lukas Gassner tankte sich durch und sorgte mit einer „schönen Einzelaktion“ für das 1:0. Genau in jener Phase, in der Korneuburg/Stetten II das Spiel kontrollierte, kam Rußbach noch vor der Pause zum Ausgleich. „Kurz vor dem Pausenpfiff gab es einen Elfmeter für Rußbach – gerechtfertigt, er hat ihn am Bein getroffen“, erklärte Kreiner. Marcel Micanovic verwandelte zum 1:1 (45+2), mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen. Für die Hausherren war das bitter, weil sie bis dahin vieles im Griff hatten, doch im letzten Drittel fehlte vor der Pause bereits die letzte Konsequenz.

Druckphase nach dem Wechsel und dreimal Aluminium

Nach der Pause blieb Korneuburg/Stetten II am Drücker. Kreiner sah sein Team als die „klar bessere Mannschaft“, die geduldig anlief, die Bälle zirkulieren ließ und immer wieder gefährlich wurde. Das Problem: Der Deckel wollte nicht drauf. Gleich dreimal stand das Aluminium im Weg – „Latte, Stange, Stange“, wie der Co-Trainer aufzählte. Besonders im Fokus stand dabei der 17-jährige Debütant Mario Kreiner: „Mario hat heute sein Debüt in der Kampfmannschaft gegeben, 90 Minuten durchgespielt und sogar einmal an die Latte geköpfelt. Ein sensationelles Spiel – ein Lichtblick für die Zukunft.“ Auch insgesamt war der Auftritt für Kreiner stimmig: „Das Kollektiv hat gepasst.“ Was fehlte? „Vielleicht ein Quäntchen Glück – und bei der einen oder anderen Situation die richtigere Entscheidung. Der Ball wollte einfach kein zweites Mal mehr rein.“ So blieb es trotz Chancenplus beim 1:1, weil die Gastgeber sich für ihre starke zweite Halbzeit nicht belohnten.

Respekt für Rußbach, Lob für den Unparteiischen und ein positiver Ausblick

Dass es am Ende beim Remis blieb, ordnete Kreiner fair ein – auch mit Blick auf den Gegner. Rußbach habe offensiv etwas gefehlt. „Ein wichtiger Spieler war nach einer Gelb-Roten in der Vorwoche nicht dabei“, sagte Kreiner, und auch bei Korneuburg/Stetten II gab es krankheits- oder berufsbedingte Ausfälle. „Im Endeffekt war es ein faires, ausgeglichenes Spiel – mit mehr Chancen für uns. Unentschieden ist auch okay.“ Ein Sonderlob hatte er für den Unparteiischen parat: „Schiedsrichter Çelik war sehr routiniert und sympathisch, unauffällig – eine gute Leistung. Er hat vor dem Spiel klar gesagt, dass sich keiner mehr wehtun soll.“ Sportlich blickt Kreiner mit einem Lächeln auf die Tabelle: Platz sechs zum Saisonende, „Top sechs passt perfekt“. Und der Weg ist für ihn vorgezeichnet: „Wir setzen weiter auf die Jungen, wollen sie entwickeln und auch gezielt junge Spieler dazuholen. Dann schaut vielleicht nächste Saison der eine oder andere Platz weiter vorne heraus.“

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: SG Korneuburg/Stetten II : Rußbach - 1:1 (1:1)

  • 47
    Marcel Micanovic 1:1
  • 34
    Lukas Gassner 1:0