In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal unterlag der SV Hausleiten beim Meister UFC Gaubitsch hauchdünn mit 2:3 (1:1). Nach frühem Rückstand, dem Ausgleich noch vor der Pause und einer kurzen Führung nach Wiederbeginn kassierten die Gäste den entscheidenden Gegentreffer erst in Minute 90+3. Trainer Christoph Deix sprach von einer bitteren Niederlage, lobte Einsatz und Haltung seiner Mannschaft – und hielt fest, dass seiner Truppe am Ende, wie er es nannte, "eine Minute" gefehlt habe.

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Gaubitsch erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: Nach 9 Minuten stellte Noah Waismayer auf 1:0. Hausleiten blieb jedoch im Spiel und fand die passende Antwort noch vor dem Pausenpfiff. In Minute 45 traf Elias Schwarzmaier zum 1:1, mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.
Gleich nach Wiederbeginn drehten die Gäste die Partie: Luca Sgarabottolo erzielte in der 50. Minute das 1:2. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn Tomas Oklestek glich bereits in der 58. Minute zum 2:2 aus. In einer insgesamt ausgeglichenen und engen Schlussphase schien vieles auf ein X hinauszulaufen, ehe Waismayer in der 90+3 nochmals zuschlug und mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:2 für Gaubitsch fixierte – ein echter Nackenschlag für Hausleiten unmittelbar vor dem Ende.
Nach Schlusspfiff rang Christoph Deix um Fassung, blieb aber klar in der Analyse. "Sehr bitter. Wir bekommen in der 93. das 3:2. Wenn du so knapp vor Ende verlierst, ist das brutal bitter", sagte der Hausleiten-Coach. Vorwürfe an die eigene Mannschaft gab es keine – im Gegenteil: "Meine Mannschaft hat gut gespielt, hat alles gegeben, alles am Platz gelassen. Ein X wäre mehr als verdient gewesen." Entscheidend war für ihn die kurze Phase nach der Führung: "Nachdem wir 2:1 in Führung gegangen sind, hätten wir die Führung länger halten müssen. Den Ausgleich haben wir zu schnell bekommen." Sein viel zitierter Satz an diesem Nachmittag fasste die Gefühlslage zusammen: "Uns hat eine Minute gefehlt. Der Schiedsrichter hätte eine Minute früher abpfeifen sollen." Gleichzeitig ordnete Deix die Emotion ein: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Zwischen Ärger über das späte Gegentor und Respekt für den Unparteiischen blieb seine Kernbotschaft deutlich: Einsatz gestimmt, Belohnung verpasst.
Bei aller Enttäuschung fand Deix deutliche Worte für den Gegner. "Gaubitsch ist natürlich verdient Meister. Wenn du mit so viel Punkten Vorsprung Erster bist, hast du es verdient. Man hat die Qualitäten gesehen, vor allem offensiv", betonte er. Den Spielverlauf fasste er nüchtern zusammen: "Es war einfach ausgeglichen, und am Schluss hat uns, wie gesagt, eine Minute gefehlt."
Aus seiner Sicht hatte dieses fehlende X sogar größere Konsequenzen: "Wenn wir das X über die Zeit gebracht hätten, wären wir in der Relegation." So blieb nur die bittere Erkenntnis eines verpassten Punkts – und gleichzeitig der Trotz im Ausblick: "Wir werden gestärkt zurückkommen. Wir werden nächste Saison angreifen und wir wollen nächste Saison unbedingt Meister werden." Hausleiten nimmt aus Gaubitsch viel Selbstvertrauen mit: Leistung, Mentalität und Phasen mit klarer Kontrolle waren da – nun soll Konstanz her, bis zur letzten Minute.