Spielberichte

„Einbahnstraßenfußball“: Kampner freut sich über Hanfthals 7:1 – und ärgert sich über vergebene Chancen

UFC Hanfthal
SU Grabern

Ein klarer Heimsieg zum Abschluss: In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal setzte sich UFC Hanfthal mit 7:1 gegen SU Grabern durch. Trainer Rainer Kampner sprach danach von „Einbahnstraßenfußball“ und hob das dominante Auftreten seiner Mannschaft hervor. Trotz des Kantersiegs blieb er selbstkritisch: Die Chancenverwertung gefiel ihm nicht über die gesamten 90 Minuten. Ein frühes 2:0 legte den Grundstein, nach der Pause schraubte Hanfthal das Ergebnis deutlich in die Höhe, ehe ein später Ehrentreffer der Gäste und das 7:1 den Schlusspunkt setzten.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Hanfthal setzt früh den Ton und trifft fast im Minutentakt nach der Pause

Vom Anpfiff weg war klar, wohin die Reise gehen sollte. Hanfthal attackierte hoch, störte früh und legte mit einem Standard los: In der 7. Minute köpfte Sebastian Pfennigbauer zum 1:0 ein. „Wir wollten sofort hoch attackieren, keine Räume lassen und gleich zeigen, dass wir heute die drei Punkte holen wollen“, erklärte Trainer Rainer Kampner. Die Gastgeber blieben am Drücker, kombinierten sauber und erhöhten in Minute 19 durch Matthias Leisser auf 2:0 – vorbereitet von einer feinen Stafette, bei der Miroslav Styks mit einem Ferserl servierte. „Wir haben uns in der ersten Hälfte super Chancen erspielt, waren aber fahrlässig in der Verwertung“, sagte Kampner.

Zur Pause stand „nur“ ein 2:0, doch nach dem Seitenwechsel legte Hanfthal zu: Styks traf in der 51. und 62. Minute doppelt, Simon Schmidt stellte in der 66. auf 5:0, ehe Jiri Svejkar nach 72 Minuten das halbe Dutzend vollmachte. Grabern meldete sich in der 80. Minute durch Elias Zadrazil mit dem 6:1 auf der Anzeigetafel, doch den Schlusspunkt setzte Lukas Laber in der 89. Minute zum verdienten 7:1-Endstand.

„Einbahnstraßenfußball“ mit Schönheitsfehler – Kampner lobt Plan, moniert Effizienz

In seiner Analyse blieb Kampner bei zwei Kernpunkten: dem konsequenten Matchplan und der mangelnden Kaltschnäuzigkeit. „Das Spiel war im Prinzip Einbahnstraßenfußball“, fasste er zusammen. „Wir sind fokussiert reingegangen, haben hoch attackiert und Grabern gar nicht in Fahrt kommen lassen.“ Besonders nach der Pause gefiel ihm der Auftritt: „Wir haben dann wirklich sehr guten Kombinationsfußball gespielt und ihnen am Ende keine Chance gelassen.“ Gleichzeitig bremste er die Euphorie: „Unsere Chancenverwertung muss besser werden. So wie gestern war es ein deutlicher Sieg, aber mit ein bisschen mehr Effektivität im letzten Drittel muss das Spiel einfach zweistellig ausgehen.“ Inhaltlich sah er vieles aus der Trainingswoche umgesetzt: „Kombinationsspiel, Passspiel, Seitenverlagerungen – das war über weite Phasen sehr gut. Manchmal haben wir’s wieder, zum Ärger für mich, mit geschupften Bällen probiert, aber insgesamt sind wir konsequent am Drücker geblieben.“

Respekt für Grabern, Lob für den Schiedsrichter – und viele Minuten für die Jungen

Trotz der klaren Sache fand Kampner respektvolle Worte für den Gegner. „Grabern hat ein schwieriges Frühjahr, wichtige Spieler fehlen, das konnten sie nicht kompensieren. Die Luft war ein bisschen draußen“, sagte er und betonte zugleich den fairen Rahmen: „Das war eine komplett fair geführte Partie von beiden Seiten. Der Schiedsrichter hat das ruhig und souverän geleitet, es gab keinen Aufreger.“ Wichtig war ihm auch, dass der breite Kader zum Einsatz kam: „Mich freut, dass wir ein junges Team haben. Alle, die fleißig trainieren, haben ihre Einsatzzeiten bekommen. Wir haben viel gewechselt und alle spielen lassen – nur so geht’s, damit wir die Burschen weiterbringen. Erfreulich ist auch, dass die U23 ihr Spiel gewinnen konnte."

Beim Blick über den Saisonabschluss hinaus blieb der Coach optimistisch: „Wir haben eine sehr gute Rückrunde gespielt, sage ich einmal – Top drei, wenn man schaut, wo wir im Herbst gestanden sind, zeigt die Entwicklung in die richtige Richtung. Jetzt ist Sommerpause, die Burschen sollen einmal abschalten und den Kopf freibekommen, aber dann heißt’s anknüpfen, Entwicklungsschritte setzen und im Herbst wieder Gas geben.“

"Mit einem Augenzwinkern kündigte mir Klaus-Jürgen (Grabern Trainer) an, dass es im Herbst wieder ein anderes Match gegen sie wird. Ein besonderer Dank gilt auch unseren Fans, die unsere jungen Burschen Woche für Woche unterstützen und immer wieder für eine tolle Atmosphäre sorgen, auch gestern war es wieder eine top Kulisse."

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Hanfthal : Grabern - 7:1 (2:0)

  • 89
    Lukas Laber 7:1
  • 80
    Elias Zadrazil 6:1
  • 72
    Jiri Svejkar 6:0
  • 66
    Simon Schmidt 5:0
  • 62
    Miroslav Styks 4:0
  • 51
    Miroslav Styks 3:0
  • 19
    Matthias Leisser 2:0
  • 7
    Sebastian Pfennigbauer 1:0