In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal unterlag der FC Würnitz dem SC Sparkasse Enzersfeld/W. knapp mit 0:1. Nach torloser erster Hälfte entschied ein Konter in Minute 65, Torschütze: Tunahan Can. Würnitz hatte davor mehr vom Spiel, nutzte seine Chancen aber nicht. Trainer Goran Popic sprach von fehlendem Quäntchen Glück und dem letzten Pass, hob zugleich das starke Defensivverhalten sowie die souveräne Leistung des Schiedsrichters hervor.

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Würnitz erwischte den besseren Beginn und arbeitete sich schon in der ersten Hälfte in aussichtsreiche Situationen. Zur Pause stand es 0:0, doch der Eindruck blieb: Der FC hatte mehr vom Spiel, ohne sich zu belohnen. Goran Popic fasste es so zusammen: "In den ersten 45, sagen wir 60 Minuten, waren wir etwas mehr am Drücker. Wir hatten sehr vielversprechende Chancen, aber wir konnten sie nicht in ein Tor ummünzen." Nach gut einer Stunde kippte die Partie. "Ab der 60., 65. Minute sind wir durch einen unglücklichen Konter in Rückstand geraten", sagte Popic. In der 65. Minute netzte Tunahan Can zum 0:1 für Enzersfeld ein. Würnitz reagierte, schob die Linie weiter nach vorne und ging ins Risiko. "Wir sind höher gestanden und haben auf den Ausgleich gespielt", so der Coach. Doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie – am Ende blieb es beim knappen 0:1.
In seiner Analyse betonte Popic, wie eng das Duell war. "Im Prinzip war es eine Fünfzig-fünfzig-Partie. Man hatte von außen das Gefühl, dass die Mannschaft, die in Führung geht, das Spiel gewinnt." Für Würnitz fehlten Nuancen in der Offensive. "Uns hat dieses kleine Quäntchen Glück in den Aktionen gefehlt, vor allem in der ersten Halbzeit. Vielleicht auch der letzte, finale Pass, die Präzision – vielleicht sogar ein bisschen der Wille." Gleichzeitig strich der Trainer das Gelungene heraus: "Sehr positiv war unser taktisches Stellungsspiel. Die Organisation im Defensivverhalten hat sehr gut funktioniert. Wir haben die Räume eng gemacht und bis zum Gegentor eigentlich keine einzige klare Chance zugelassen." Genau darin lag die Bitterkeit des Abends: viel Aufwand, saubere Ordnung – und doch reichte ein sauber zu Ende gespielter Konter des Gegners, um die Partie zu entscheiden.
Deutlich war Popics Wertschätzung für die Leitung des Spiels. "Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Partie geleitet. Er hatte die Begegnung im Griff und das nötige Fingerspitzengefühl – in Situationen, wo man vielleicht eine Karte zeigen könnte, hat er es bei einer Mahnung belassen." Auffällig war aber vor allem der Ton, mit dem der Coach über seine Mannschaft sprach. "Ich bin extrem stolz auf diese Mannschaft. In dieser schwierigen Phase hat sie den Kopf nicht hängen lassen und sich in den letzten Wochen und Runden hervorragend verhalten", sagte Popic. Für die Gesamtsituation im Verein sei das, so der Trainer, "am Ende des Tages ein guter Abschluss" gewesen. Das 0:1 gegen eine starke Enzersfelder Mannschaft tat weh, doch Würnitz bot über weite Strecken einen reifen, disziplinierten Auftritt – und das soll trotz der Null Punkte hängen bleiben.