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"Uns ist im Winter die Offensivpower verloren gegangen" – Spätauf ordnet Graberns Frühjahrsflaute ein

SU Grabern

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal zieht SU Grabern einen ehrlichen Strich unter eine zähe Rückrunde. Platz 12 und 18 Punkte untermauern, wie schwierig das Frühjahr war. Trainer Klaus-Jürgen Spätauf spart nicht mit klaren Worten: Verletzungspech, ein schmaler Kader und der Verlust an Durchschlagskraft im Winter haben Spuren hinterlassen. Transfers gibt es vorerst keine, Hoffnung macht die Rückkehr von Stürmer Oliver Schinagl ins Training. Trotz allem stimmt die Stimmung – und der Blick geht in Richtung Sommeraufbau.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühjahr ohne Ertrag: Gründe klar benannt

Der Rückblick von Klaus-Jürgen Spätauf fällt deutlich aus. „Der Frühling war enttäuschend, weil wir nicht an die Leistungen im Herbst anknüpfen konnten“, sagt der Trainer. Vor allem der Aderlass in der Offensive wog schwer: „Uns ist im Winter unsere ganze Offensivschlagkraft verloren gegangen. Der Ersatz für Vaclav Vasicek hat nicht funktioniert, wir haben uns dann auch vorzeitig von Tomas getrennt.“ Dazu kam Pech bei Schlüsselspielern. „Unser Top-Torschütze war das ganze Frühjahr verletzt, und wir hatten keinen breiten Kader, um das auszugleichen.“ Die Folge waren bittere Lehrstunden: „Wir haben uns immer wieder selbst geschlagen. Gute Leistungen haben keine Früchte getragen, und so haben wir im Frühjahr keine Punkte holen können.“ Diese Aufzählung zeigt, dass es nicht an einem einzelnen Baustein lag, sondern an einer unglücklichen Mischung aus Abgängen, Ausfällen und zu wenig Alternativen.

Kaderlage und Personal: Noch ruhig am Markt, Schinagl zurück im Training

Auf der Transferseite herrscht vorerst Ruhe. Spätauf macht daraus kein Geheimnis: „Nein, bis jetzt noch nicht“, sagt er zu Zu- oder Abgängen. Strukturelle Veränderungen im Umfeld? Ebenfalls Fehlanzeige. „Weder noch“, so der Coach, der damit klarstellt, dass derzeit Kontinuität gefragt ist. Hoffnung macht die Entwicklung bei Stürmer Oliver Schinagl. „Oliver ist jetzt wieder im Training“, berichtet Spätauf und verbindet das mit einem Ziel für die nächsten Wochen: „Wir hoffen, dass er zur Sommervorbereitung wieder voll da ist.“ Nach Monaten mit personellen Engpässen wäre allein seine vollständige Rückkehr ein wichtiger Baustein, um vorne wieder mehr Präsenz zu haben. Bis dahin bleibt die Devise, im bestehenden Gerüst sauber zu arbeiten und die Abläufe zu schärfen.

Zusammenhalt als Basis – und ein klarer Auftrag für den Sommer

Trotz der negativen Ergebnisse hebt der Trainer den Charakter der Truppe hervor. „Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Die Stimmung beim Training war trotz der Erfahrungen sehr gut, und man hat gemerkt, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, betont Spätauf. In der Tabelle steht Grabern mit 18 Punkten auf Rang 12 – ein nüchterner Stand, der den Auftrag für die Sommerwochen vorgibt. Es wird darum gehen, die Offensive wiederzubeleben, individuelle Fehler zu reduzieren und aus ordentlichen Ansätzen Zählbares zu machen. Transfers sind derzeit noch kein Thema, umso wichtiger werden Fitness, klare Abläufe und das Selbstvertrauen, das man sich nur über Trainingsintensität und Testspiele zurückholen kann. Der Tenor bleibt positiv: Aus der ehrlichen Analyse soll eine stabilere Herbstserie wachsen.