Spielberichte

„Die letzte Aktion müssen wir machen“ – Dite ärgert sich nach dem 2:2 von Gaubitsch

UFC Gaubitsch

Im Duell der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal trennte sich der UFC Gaubitsch zuletzt mit 2:2 vom SV Hausleiten. Tabellenführer hin oder her – Trainer Marek Dite haderte vor allem mit der vergebenen Großchance ganz am Ende: „Die letzte Aktion müssen wir machen.“ Zuvor hatte er einen harten Schlagabtausch gesehen, in dem Hausleiten lange gut mithielt. Dennoch bleibt Gaubitsch klar vorne und bestätigt seine starke Saison, auch wenn der ganz späte Lucky Punch diesmal ausblieb.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Offener Schlagabtausch – die große Chance in der letzten Aktion bleibt ungenutzt

Die Partie gegen Hausleiten war über weite Strecken ein enges Ringen um die Spielkontrolle, mit Phasen, in denen die Hausherren mehr vom Spiel hatten. „In der ersten Halbzeit war Hausleiten besser“, ordnete Marek Dite nüchtern ein. Nach dem Wechsel kam der Gegner wacher aus der Kabine, das 2:1 für Hausleiten war aus Dites Sicht „verdient“. Gaubitsch reagierte mit mehr Laufarbeit und höherem Druck, setzte sich tiefer in der gegnerischen Hälfte fest und erzwang den Ausgleich. „Wir haben läuferisch zugelegt und uns das 2:2 verdient“, sagte der Coach. Richtig bitter wurde es in der Nachspielzeit: „Wir waren bis zur letzten Minute hundertprozentig auf Sieg. Die letzte Aktion müssen wir machen.“ Aus der möglichen Entscheidung wurde so „nur“ ein Punkt.

Tabellenführer legt die Latte hoch – Dite bleibt bei Teamgedanke

Unterm Strich passt das Remis in ein größeres Bild: Gaubitsch geht weiterhin als Liga-Primus durchs Frühjahr, führt nach 24 Runden mit 65 Punkten die Tabelle an und steht seit langer Zeit ganz oben. Dite blickt insgesamt zufrieden auf die jüngsten Monate: „Wir haben gut angefangen, das war die Hauptsache.“ Einzelne Spieler wollte er trotz mehrfacher Nachfrage nicht hervorheben – bewusst nicht. „Ich möchte keine einzelnen Namen nennen“, sagte er deutlich. Stattdessen rückte er das Kollektiv in den Fokus, das auch in schwierigen Phasen verlässlich liefert und sich gegen einen robusten Gegner wie Hausleiten zurückkämpfte. Für die Schlussphase gab Dite die Marschroute klar vor: sofort draufgehen, laufen, anbieten – genau das sah er nach der Pause immer häufiger auf dem Platz.

Kader, Abgänge und Ausblick – Respekt für Langenzersdorf

Personell bleibt beim Leader fast alles zusammen. „Abgänge haben wir keine. Nur Richard Schauerschnänzer beendet nach dreißig Jahren in der Kampfmannschaft seine Karriere. Das ist der einzige Abgang“, erklärte Dite mit Respekt vor der langen Laufbahn des Routiniers. Neue Spieler sind aktuell noch nicht fix: „Wir sprechen mit ein paar Leuten, vor allem mit Jungen, aber fix ist noch nichts.“ Gute Nachrichten gibt es von der medizinischen Front: „Wir haben keine angeschlagenen oder verletzten Spieler, nur müde nach einer schweren Saison.“ Als stärksten Gegner der Saison nennt Dite den SV Langenzersdorf: „Sehr jung, läuferisch und fußballerisch gut. Für mich eine Mannschaft mit großem Potenzial für nächstes Jahr.“ Für Gaubitsch heißt das: regenerieren, gezielt nachschärfen – und den klaren Kurs an der Spitze fortsetzen.