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„Uns fehlt die Neun“ – Rankic setzt bei Admira auf junge Burschen und eine echte Sturmspitze

Admira Wr. N.

In der 2. Klasse Steinfeld steht der SV Admira Wr. Neustadt aktuell mit 31 Punkten auf Rang acht – und Trainer Petar Rankic zieht eine ehrliche Zwischenbilanz. Er spricht offen über die fehlenden Tore, viel Verletzungspech und den Plan, den Kader zu verbreitern. „Uns fehlt die Neun“, sagt Rankic und kündigt an, im Sommer gezielt eine Sturmspitze zu holen. Gleichzeitig setzt er auf die eigenen Jungen. Zwei Neuzugänge sind bereits fix, weitere könnten folgen. Die Stimmung im Team bleibt trotz Rückschlägen positiv.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Tore fehlen – und genau da will Admira nachschärfen

Petar Rankic hält mit seiner Einschätzung nicht hinterm Berg. „Wir müssen uns offensiv verbessern. Wir haben zu wenig Tore geschossen“, sagt der Admira-Trainer und nennt die Konsequenz: „Wir suchen eine Sturmspitze, eine echte Nummer neun. Nächste Saison wollen wir mehr Tore schießen.“ Die Entwicklung seiner Mannschaft in dieser Saison beschreibt er als wechselhaft, aber stabil im Mittelfeld. Das zeigen auch die Platzierungen: Zwischenzeitlich reichte eine starke Phase bis auf Rang drei, über weite Strecken pendelte sich die Admira zwischen den Rängen sechs und neun ein. Für Rankic ist klar: Die Defensive stand oft ordentlich, doch vorne fehlte die letzte Durchschlagskraft – genau dort soll der Hebel ansetzen.

Kader breiter gedacht, Verletzungen warfen zurück

Der Plan, den Kader im Winter breiter aufzustellen, war da – und er hat zunächst gegriffen. „Wir haben versucht, den Kader zu verbreitern. Die Spieler, die gekommen sind, haben uns viel geholfen“, berichtet Rankic. Dann kam Pech dazu. „Leider hatten wir viele Verletzungen. Drei, vier Spieler mussten operiert werden – ein Kreuzbandriss, ein Muskelfaserriss – und ein paar haben ganz mit dem Fußball aufgehört.“ Ganz aktuell traf es einen Leistungsträger besonders hart: „Gestern wurde einer von uns operiert, das ist Hasan. Ich wünsche allen Verletzten gute Besserung und dass sie so schnell wie möglich wieder gesund sind.“ Um die Lücken zu schließen, setzte die Admira verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. „Wir haben zwei, drei sehr junge Burschen geholt. Auf die setzen wir jetzt mehr, und wir geben ihnen Selbstvertrauen.“

Positives Klima: Alle ziehen mit – ohne Eitelkeiten

Trotz der Stolpersteine ist die Stimmung in der Kabine erstaunlich robust. „Die Mannschaft ist sehr positiv. Wir haben viel Spaß im Training“, betont Rankic. Wichtig ist ihm, dass jeder seine Rolle annimmt und alles gibt: „Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung. Jeder gibt im Match sein Bestes. Wenn der Gegner besser ist, sagen wir Danke. Wenn wir gewinnen, jubeln wir alle zusammen.“ Namen will der Coach bewusst keine hervorheben. „Bei uns sind alle gleich wichtig. Vom ältesten bis zum jüngsten Spieler – alle sind top.“ Genau dieser Zusammenhalt trug die Admira durch Phasen, in denen der Kader schmal war. Das Teamgefüge stimmt, und das ist für Rankic die Grundlage, um die sportlichen Baustellen gezielt zu bearbeiten.

Ausblick: Eine Neun, vielleicht ein Defensivmann – und Rückenwind vom Verein

Für die kommenden Wochen ist die Richtung klar. „Zwei Spieler sind fix, und wir versuchen noch mindestens zwei dazu zu holen – eine Sturmspitze und vielleicht jemanden für die Defensive“, erklärt Rankic. Als einzigen Gegner, der seine Mannschaft heuer wirklich über 90 Minuten klar in die Schranken wies, nennt er offen „Lanzenkirchen“ – ein Hinweis, wie eng viele Partien sonst angelegt waren. Rückhalt spürt der Trainer im gesamten Verein. „Ich möchte mich bei der Mannschaft und dem ganzen Klub bedanken. Der Vorstand steht immer hinter uns: ‚Schauen wir, das geht im nächsten Match besser.‘“ Die Mischung aus gezielten Verstärkungen, frischen Kräften aus dem Nachwuchs und einem intakten Miteinander soll die Admira in der neuen Saison wieder näher an die vorderen Plätze heranführen.