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"Wir haben bewusst auf die Jugend gesetzt" – Modad über Winzendorfs harte Rückrunde und den Plan dahinter

SV Winzendorf

In der 2. Klasse Steinfeld hat der SV Winzendorf die Rückrunde mit einer sehr jungen Truppe bestritten und als Elfter abgeschlossen. Trainer Mario Modad bleibt bei der eingeschlagenen Linie: "Wir haben im Winter einen Schnitt gemacht und auf die eigene Jugend gesetzt." Die Bilanz fällt deshalb nüchtern aus: harte Wochen, viele Lernschritte, aber eine positive Stimmung. Zudem stehen Abgänge an, eine Verletztenliste bremst – und doch ist der Plan für den Sommer klar umrissen.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Junge Linie mit Ansage

Der Grundton im Gespräch mit Mario Modad ist klar: Der Kurs ist bewusst gewählt, mit allen Konsequenzen. "Wir haben uns im Winter bewusst entschieden, auf die eigene Jugend zu setzen. Uns war klar, dass wir öfter verlieren und viel Erfahrung sammeln", sagt der SVW-Coach. Der Trainer bewertet die Rückrunde daher ohne falsche Überraschung: "Genauso war es. Auch wenn es nicht immer leicht ist, wir haben diesen Schritt bewusst gesetzt." Wichtig war ihm dabei ein Ziel, das der Verein erreicht hat: "Mit einem Altersschnitt von knapp über zwanzig haben wir unser persönliches Ziel erreicht und sehr vielen jungen Spielern Spielzeit gegeben." Das ist kein hübsches Schlagwort, sondern gelebte Realität in Winzendorf – mit Ergebnissen, die mal schmerzen, aber langfristig tragen sollen.

Zwischen Tabellenkeller und Lernkurve

Ein Blick auf die Platzierungen über die Saison zeigt die Wellenbewegungen einer jungen Mannschaft: Früh ging es kurz nach oben, oft pendelte Winzendorf zwischen den Rängen acht und zehn, im letzten Drittel rutschte das Team bis auf 13 ab, ehe es wieder auf Platz 11 landete. Für Modad passt das zur Entwicklungsphase: "Die Stimmung ist trotzdem positiv. Wir wussten, worauf wir uns einlassen. Es gab Auf und Abs, aber das war keine Überraschung." Mit 19 Punkten liegt Winzendorf im unteren Tabellendrittel und hat damit eine Basis, auf der sich aufbauen lässt. Der Lernaspekt steht dabei über allem: Jeder Einsatz, jede enge Phase, jeder kleinere Rückschlag hilft der Reife der jungen Spieler – und genau das war der Plan, den der Verein kommuniziert hat und hinter dem auch das Umfeld steht.

Kader und Verletzungen: Nachbesetzen mit Ruhe

Personell bewegt sich zur Sommerpause einiges. "Ein paar der routinierteren Spieler werden aus familiären Gründen kürzertreten. Diese Positionen werden wir zeitnah nachbesetzen", erklärt Modad. Gleichzeitig zwingt die Verletztenlage zum langen Atem. "Wir haben mit Balint Kele und Florian Breimaier zwei Langzeitverletzte, genauso wie Raphael Politschnig. Raphael stößt im Sommer in der Vorbereitung wieder zu uns, bei Balint und Florian wird es länger dauern. Mit Balint rechnen wir im Laufe der Rückrunde, mit Florian hoffentlich ab Winter." Vieles hängt also an der Genesung, doch der Trainer bleibt ruhig. Der Kader bleibt bewusst jung, Lücken werden gezielt geschlossen – ohne Aktionismus, sondern mit Blick auf die Balance zwischen Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit.

Stabilität, Respekt und Ausblick

Abseits des Rasens setzt Winzendorf auf Ruhe im System. "Gott sei Dank nicht", sagt Modad auf die Frage nach strukturellen Veränderungen. "Im Vorstand und auf der Trainerposition arbeiten wir im kommenden Jahr zusammen. Wir wollen Stabilität reinbringen und mit Ruhe personell nachschärfen, um uns in der Tabelle wieder nach vorne zu arbeiten und der Jugend weiter Chancen zu geben." Orientierung gibt auch der Blick zum Ligaprimus: "Man muss Wampersdorf hervorheben. Mario Töltl leistet dort hervorragende Arbeit. Nicht wild eingekauft, sondern punktuell verstärkt, über Jahre einen titelreifen Kader aufgebaut. Das ist durch Kontinuität erarbeitet – großer Respekt an den ganzen Verein." Genau diese Mischung aus Geduld und klaren Entscheidungen will Winzendorf nun über den Sommer mitnehmen. Ziel ist es, die positiven Ansätze zu festigen, die jungen Spieler Schritt für Schritt stabiler zu machen und im Herbst konstanter zu punkten.