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„Wir müssen vorne mehr treffen und hinten kompakter stehen“ – Hörschläger ordnet Neustadts Saison ein

ESV Wr. Neustadt

In der 2. Klasse Steinfeld blickt der Co-Trainer des ESV HW Wr. Neustadt, Jakob Hörschläger, nach einer schwankenden Saison offen auf die Baustellen: viele Gegentore, vergebene Chancen und fehlende Konstanz lassen den Klub nach 24 Spielen mit 18 Punkten auf Rang 12 zurück. Nach Kaderumbruch, neuem Trainerteam und neuem Obmann soll es im Herbst kompakter und zielstrebiger werden – mit Rückkehrern, punktuellen Verstärkungen und einem klaren Plan für beide Strafräume. „Wir wollen uns klar steigern“, betont Hörschläger.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Auf und Ab statt Konstanz: „Das erklärt unsere Tabellensituation“

Hörschläger beschreibt die vergangenen Monate ohne Schönfärberei. „Es war eigentlich immer ein Auf und Ab. Mal haben wir gegen gute Gegner gut gespielt, dann wieder schwach gegen vermeintlich schlechtere. Es war keine Konstanz da.“ Gerade die Balance fehlte. „Wir haben die zweitmeisten Tore in der Liga bekommen – das spricht nicht für unser Defensivverhalten. Da müssen wir uns definitiv steigern.“ Gleichzeitig haperte es am Veredeln. „In der Offensive hatten wir eigentlich in jedem Match genug Chancen, aber wir haben es zu selten umgesetzt.“ Das Ergebnis ist in der Tabelle sichtbar: 18 Punkte nach 24 Runden und Rang 12. Über weite Strecken pendelte die Mannschaft zwischen Platz 12 und 13, zwischendurch ein kleiner Sprung, zuletzt wieder auf der 12 – die Schwankungen der Leistungen stehen schwarz auf weiß.

Defensiv dichter, vorne kaltschnäuziger: „So kann man keine Spiele gewinnen“

Aus den klaren Befunden leitet der Co-Trainer ebenso klare Schwerpunkte ab. „Wir müssen vorne mehr Tore schießen und hinten einfach defensiv kompakter stehen. So kann man keine Spiele gewinnen“, sagt Hörschläger. Für die Einheit auf dem Platz heißt das: enger stehen, weniger zulassen, Chancen konsequenter nützen. „Wenn wir ein bisschen mehr Konstanz gehabt hätten, könnten wir sicher weiter nach oben blicken.“ Auch die Liga-Einschätzung spielt mit hinein: „Wirklich beeindruckt hat mich keiner. Die Liga ist zurzeit nicht wirklich gut, da kann jeder jeden schlagen.“ Genau deshalb will Neustadt in den Basics zulegen – denn in einer ausgeglichenen Klasse entscheiden oft Kleinigkeiten. Die jüngsten Runden zeigen das Muster: mal solide, dann wieder ein Ausrutscher. Der Plan für den Sommer ist entsprechend geradlinig formuliert: weniger Fehler, mehr Zielstrebigkeit, Punkte einsammeln.

Kaderumbruch, neue Struktur, klare Ansage: „Wir stellen uns neu auf und blicken positiv nach vorne“

Parallel zur Analyse läuft der Umbau. „Wir haben fast acht Abgänge“, sagt Hörschläger und nennt exemplarisch Stefan Sebesta, Nicolas Perg, David Allraun, Burak Duran und Kevin Senft. „Wir verstärken uns in der Offensive und in der Defensive, dazu kommen ehemalige Spieler zurück. Wir verbreitern den Kader.“ Namen bei den Neuzugängen will er noch nicht öffentlich machen, die Richtung ist aber fix: gezielt nachschärfen statt Masse. Auch strukturell hat sich etwas getan. „Seit Winter haben wir ein neues Trainerteam und einen neuen Obmann. Wir stellen uns gerade im Verein neu auf und blicken positiv in die Zukunft.“ Abgesehen davon ist der Kader fit, die Stimmung intern stimmt. „Organisatorisch passt alles, sportlich wissen wir, woran wir arbeiten müssen.“ Für den Herbst lautet das Neustadt-Versprechen daher simpel und deutlich: kompakter verteidigen, Chancen verwerten – und die wackelige Linie der letzten Monate durch einen stabilen Auftritt ersetzen.