In der 2. Klasse Steinfeld hat FC St. Egyden/Steinfeld beim ESV HW Wr. Neustadt mit 6:1 gewonnen und laut Trainer Erich Röcher dabei „ein sehr gutes Spiel“ abgeliefert. Nach zehn ausgeglichenen Minuten kippte die Partie mit dem ersten Treffer klar in Richtung der Gäste. Vor allem die starke erste Hälfte und die vielen sauber herausgespielten Chancen waren für Röcher der Grund, warum der Sieg auch in dieser Höhe verdient war.

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Röcher sah zunächst noch eine offene Anfangsphase. „Die ersten zehn Minuten waren ausgeglichen“, sagte der Trainer, ehe seine Mannschaft dann Schritt für Schritt das Kommando übernahm. Mit dem 0:1 in der 13. Minute durch Timon Schnabl begann aus seiner Sicht die Phase, in der das Spiel endgültig in Richtung St. Egyden lief. Tobias Winkler legte nur vier Minuten später das 0:2 nach, ehe Schnabl in der 23. Minute auch noch das 0:3 erzielte. Gerade diese kurze, aber sehr starke Phase hob Röcher besonders hervor. „Wir haben in zehn Minuten drei Tore geschossen. Das hat den Gegner dann natürlich gebrochen“, sagte er. Zur Pause stand damit bereits ein klares 0:3, und auch personell machte Röcher deutlich, wer diese Anfangsentscheidung auf den Weg brachte: „In der ersten Hälfte war Timon Schnabl dreimal beteiligt, hat zwei Tore selbst geschossen und eines aufgelegt.“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Egyden das aktivere Team und sorgte früh dafür, dass keine wirkliche Spannung mehr aufkam. In der 62. Minute fiel das 0:4 durch Andrii Nesterov, den Röcher auch bei dieser Szene hervorhob. Nach seiner Schilderung entstand der Treffer nach einem Corner, Nesterov staubte ab und baute den Vorsprung weiter aus. Wr. Neustadt kam in der 68. Minute durch Rene Rybacek zwar zum 1:4, doch mehr als dieses Ehrentor ließ St. Egyden nicht zu. Stattdessen legten die Gäste selbst noch zweimal nach. In der 80. Minute traf Nesterov erneut, diesmal laut Röcher mit einem schönen Schuss aus rund 20 Metern zum 1:5. Nur zwei Minuten später fiel auch noch das 1:6, als nach einem Angriff über die rechte Seite und einem Steilpass auf Tobias Winkler schließlich Istvan Bagi den Schlusspunkt setzte. Dass Röcher später sagte, „spätestens mit dem 3:0 war die Partie mehr oder weniger entschieden“, passte damit genau zu einem Spiel, das seine Mannschaft bis zum Ende klar im Griff hatte.
Besonders zufrieden war Röcher mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft den Sieg herausspielte. Er sprach nicht nur von einem klaren Ergebnis, sondern vor allem von einer Leistung, die ihm spielerisch sehr gefiel. „Wir haben den Ball und den Gegner gut laufen gelassen“, sagte der Trainer, der seine Elf insgesamt als sehr kompakt beschrieb. Für ihn lag genau darin der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. „Meine Mannschaft hat sehr, sehr gut Fußball gespielt und da war in diesem Bereich ganz sicher Klassenunterschied zu erkennen“, meinte Röcher. Ganz ohne kleine Kritik wollte er den Auftritt aber auch nicht stehen lassen. Nach dem frühen 3:0 habe es eine Phase gegeben, „wo wir nicht so griffig waren, wo wir nicht mehr diese Passqualität gehabt haben, nicht mehr diese Körperspannung“. Viel schwerer wollte er diesen Abschnitt allerdings nicht bewerten. „Das ist Raunzen auf hohem Niveau“, sagte er selbst dazu und machte damit klar, dass der Gesamteindruck für ihn trotzdem deutlich positiv blieb.
Zum Gegner fand Röcher eine sachliche Einordnung. Wr. Neustadt sei aus seiner Sicht „bemüht“ gewesen und habe erkennbar eine Reaktion auf die letzten Spiele zeigen wollen. Gleichzeitig machte der Trainer aber auch deutlich, wo seine Mannschaft den Hebel angesetzt hatte. „Sie sind mit unserer Schnelligkeit in der Offensive nicht ganz zurechtgekommen“, sagte er. Das spiegelte sich über weite Strecken auch im Verlauf der Partie wider, weil St. Egyden immer wieder zu guten Abschlüssen und insgesamt zu vielen Torchancen kam. Positiv bewertete Röcher außerdem die Spielleitung. „Die Leistung des Schiedsrichters war sehr gut“, sagte er. Zwar habe es „zwei, drei Elfmetersituationen“ gegeben, über die man sprechen könne, im Großen und Ganzen sei die Leitung der Partie aber überzeugend gewesen. Für St. Egyden steht nach Runde drei damit ein klarer Auswärtssieg zu Buche, der die Mannschaft mit sechs Punkten in der Spitzengruppe der Tabelle hält und vor allem wegen der spielerischen Leistung ein deutliches Ausrufezeichen setzt.