In der 2. Klasse Thayatal feierte der SVU Langau am Samstag einen klaren 4:1-Heimsieg über die SG Burgschleinitz/Straning. Zur Pause stand es 2:0, nach Wiederbeginn legten die Gastgeber nach und ließen hinten kaum etwas zu. Sektionsleiter Patrick Reiß sprach von einer tadellosen, geschlossenen Mannschaftsleistung und hob den sichtbaren Willen seines Teams hervor. Burgschleinitz kam erst ganz spät zum Ehrentreffer – unterm Strich ein verdienter Dreier für selbstbewusste Langauer.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Langau erwischte einen Traumstart: Nach sechs Minuten stellte David Biedrava auf 1:0 und gab damit früh die Richtung vor. Die Gastgeber blieben das aktivere Team, hielten das Tempo hoch und legten noch vor der Pause nach – in Minute 28 traf Michal Rysavy zum 2:0. Mit diesem Polster ging es in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel ließ Langau nicht locker: In der 56. Minute erhöhte Klaus Reiss auf 3:0, ehe Milan Biedrava in Minute 79 den Deckel draufsetzte und das 4:0 markierte. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Jonas Braunsteiner für Burgschleinitz/Straning auf 4:1. Mehr ließ die Langauer Hintermannschaft an diesem Abend nicht zu, der Heimsieg geriet zu keinem Zeitpunkt in echte Gefahr.
Für Sektionsleiter Patrick Reiß war der klare Auftritt schnell erklärt. „Es war eine tadellose Leistung von uns“, sagte er und ergänzte: „Burgschleinitz hatte über das ganze Spiel sehr wenig Torchancen.“ Einen einzelnen Knackpunkt wollte er gar nicht benennen: „Einen entscheidenden Moment gab es nicht. Es war von der ersten bis zur letzten Minute eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung.“ Die Einschätzung des Gegners fiel überraschend deutlich, aber sachlich aus: „Ich habe den Gegner viel stärker erwartet. Das war für mich enttäuschend.“ Was bei Langau den Unterschied machte, fasste Reiß so zusammen: „Man hat bei uns den Willen gesehen, den Sieg einzufahren.“ Diskussionen um Pfiffe gab es seiner Ansicht nach nicht: „Es gab eigentlich keine Situationen, die man diskutieren kann.“
Neben dem sportlichen Teil blieb auch die Kulisse in Erinnerung. „Es war eine tolle Stimmung“, freute sich Reiß. „Wir hatten die Einlaufkinder unserer U6, U7 und U8 – das hat die besondere Atmosphäre ausgemacht.“ Auf dem Platz passte dazu die Konsequenz der Langauer, die gegen den Tabellenzweiten ein 4:1 drauflegten und mit nun 50 Punkten auf Rang acht stehen. Trotz des starken Abends blickt Reiß selbstkritisch nach vorne: „Heuer ist es bei uns ein Auf und Ab – gute und schlechte Leistungen. Das müssen wir nächste Saison wieder in den Griff bekommen.“ Die Richtung gab die Mannschaft mit diesem Auftritt aber klar vor: kompakt, griffig und mit dem nötigen Willen, der an diesem Abend den Unterschied ausmachte.