In der 2. Klasse Thayatal lieferte der SV Ravelsbach dem USV Geras ein intensives Duell und erkämpfte nach 0:2-Pausenrückstand ein 2:2. Nach der Pause trafen Maurice Lukestik und Oliver Kapetanovic, der per Elfmeter ausglich. Trainer Erich Steindl sprach von der „besten Frühjahrshalbzeit“, sah ein gerechtes Remis und lobte Einsatz und Zweikampfverhalten seiner Mannschaft. Auch den Gegner würdigte er und betonte die starke Leistung des Unparteiischen.

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Der Start verlief denkbar ungünstig: Bereits in der 4. Minute brachte Tomas Kytlica Geras in Führung, nach 34 Minuten erhöhte Franz Chidi Raab auf 0:2 – zur Pause lag Ravelsbach klar hinten. Erich Steindl ärgerte sich vor allem über die Entstehung: „Wir sind sehr früh in Rückstand geraten. Beim 0:2 waren wir im Mittelfeld und hinten unachtsam. Das darf nicht passieren.“ Nach dem Wechsel drehte sein Team aber auf. Maurice Lukestik verkürzte in der 49. Minute – „nach einer unübersichtlichen Situation, aber verdient“, so Steindl – und Ravelsbach blieb am Drücker. In Minute 69 zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, und Oliver Kapetanovic verwandelte sicher zum 2:2. „Das war eine ganz klare Elfmetersituation, und Kapetanovic hat sehr souverän verwandelt“, erklärte der Coach. Besonders wichtig für ihn: „Wir haben das Spiel offen gehalten und sind dafür belohnt worden.“
Der Ausgleich war kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat einer deutlichen Steigerung nach der Pause. „Die zweite Hälfte war wahrscheinlich unsere beste Halbzeit im Frühjahr“, sagte Steindl und hob die harte, aber faire Gangart hervor. „Das Zweikampfverhalten war wirklich gut, der Einsatz vom Team war super.“ Chancen gab es auf beiden Seiten, das machte die Schlussphase spannend. „Wir hätten sogar die Chance auf das 3:2 gehabt, aber Geras hatte auch immer wieder Möglichkeiten. Somit ist das Unentschieden absolut gerecht“, ordnete der Ravelsbach-Trainer das 2:2 ein. Er blieb insgesamt beim Kollektiv: „Ich möchte niemanden herausheben, die Mannschaft war als Team stark.“ Dass seine Elf nach einem 0:2 zurückkam, war für ihn die wichtigste Erkenntnis des Abends: viel Moral, viel Laufarbeit – und der Mut, weiter nach vorne zu spielen.
Bei aller Freude über den Punkt verlor Steindl den Gegner nicht aus den Augen. „Geras ist eine sehr gute Mannschaft, alle Achtung“, sagte er anerkennend. Das Remis hat Gewicht: Geras war als Vierter angereist, Ravelsbach steht aktuell auf Rang 13 – umso wertvoller wirkt der Zähler für die Hausherren. Ungewöhnlich deutlich fiel das Lob für den Unparteiischen aus. „Das war die beste Schiedsrichterleistung in diesem Frühjahr“, erklärte Steindl. „Der Schiedsrichter war sehr souverän, hat viel erklärt, es gab keine Diskussionen.“ Für Ravelsbach bleibt nach 0:2 und Aufholjagd vor allem eines hängen: die Erkenntnis, dass Einsatz und Zweikampfstärke tragen. „Wir haben das Spiel offen gehalten und uns den Punkt verdient“, fasste Steindl zusammen. Auf dieser zweiten Halbzeit will sein Team aufbauen – mit derselben Energie und der gleichen Geschlossenheit.