Spielberichte

„Die zwei Tore vor der Pause waren der Knackpunkt“ – SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf verliert 2:8 in Pleißing

USV Pleißing/Waschbach
Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf

Deutlicher Heimsieg in der 2. Klasse Thayatal: Der USV Pleißing/Waschbach setzte sich gegen die SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf mit 8:2 (3:0) durch. Die Gäste hielten vor der Pause mit, ließen aber Chancen liegen – Pleißing schlug eiskalt zu und legte nach dem Seitenwechsel trotz Unterzahl weiter nach. Sektionsleiter Markus Koch sprach von einer „bitteren Niederlage“, sah den Sieg der Hausherren aber als verdient an, „auch wenn die Höhe für mich zu hoch ausgefallen ist“.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Frühe Führung und ein Doppelschlag vor der Pause stellen die Weichen

Die Partie begann offen, Sigmundsherberg kam laut Markus Koch in der ersten halben Stunde selbst zu „zwei, drei guten Tormöglichkeiten“, ließ diese aber ungenutzt. Pleißing machte es auf der Gegenseite besser: Raimund Chmela stellte in Minute 22 auf 1:0, Radim Muzikant legte in der 41. Minute das 2:0 nach, und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf erneut Chmela zum 3:0. Mit diesem Doppelpack kurz vor dem Pausenpfiff war die Richtung vorgegeben. „Bittere Niederlage, die wir so nicht erwartet haben. In der ersten Halbzeit waren wir im Großen und Ganzen gut im Spiel, aber wir haben unsere Chancen nicht verwertet“, sagte Koch. Den Knackpunkt benannte er klar: „Die zwei Tore zum 2:0 und 3:0 vor der Pause waren der Knackpunkt.“

Kasis verkürzt, doch Trajer schnürt Dreierpack – Pleißing trifft auch in Unterzahl

Nach der Pause keimte kurz Hoffnung auf: David Kasis verkürzte in der 50. Minute auf 3:1. Pleißing hatte jedoch sofort die passende Antwort – David Trajer stellte in Minute 57 auf 4:1. Selbst die Rote Karte für Jan Mikloska (62.) brachte die Hausherren nicht aus dem Tritt. Im Gegenteil: In Unterzahl legte Trajer weiter nach und traf in der 71. und 80. Minute gleich doppelt zum 5:1 und 6:1. Phillip Gössl erhöhte in Minute 85 auf 7:1. Florian Ruzicka gelang in der Nachspielzeit (90+1) noch das 7:2, ehe Patrik Messmer mit dem 8:2 (90+4) den Schlusspunkt setzte. Koch brachte es aus Gästesicht auf den Punkt: „Bei 0:0 beziehungsweise 1:0 haben wir unsere Möglichkeiten nicht gemacht. Bis zur Pause kassieren wir zwei Treffer – danach konnten wir nichts mehr zusetzen und haben mit zwei Toren nur noch Ergebniskosmetik betrieben.“

Koch über Effizienz, Defensivprobleme und Positives – Lob auch für die Spielleitung

In der Analyse sparte der Sektionsleiter nicht mit klaren Worten. „In der Offensive hat uns vor der Pause die Kaltschnäuzigkeit und Effizienz gefehlt. In der zweiten Halbzeit war mir das Defensivverhalten zu nachlässig – wir haben es dem Gegner phasenweise zu einfach gemacht“, erklärte Koch. Gleichzeitig hob er die Stärken des Gegners hervor: „Pleißing war sehr zielstrebig und effizient, sie haben unsere Schwächen gut erkannt und ausgenützt.“ Positives nimmt Sigmundsherberg dennoch mit: „Wir sind in der ersten Halbzeit zu einigen Chancen gekommen und haben auch nach der Pause weiter versucht zu spielen und zu kämpfen.“ Zur Spielleitung sagte Koch: „Es gab keine strittige Situation, die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet.“ Für die SG bleibt nach dem 2:8 die Erkenntnis, an der Effizienz vorne und der Stabilität hinten zu arbeiten – und an die besseren Phasen aus Hälfte eins anzuknüpfen.

2. Klasse Thayatal: USV Pleißing : Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf - 8:2 (3:0)

  • 94
    Patrik Messmer 8:2
  • 91
    Florian Ruzicka 7:2
  • 85
    Phillip Gössl 7:1
  • 80
    David Trajer 6:1
  • 71
    David Trajer 5:1
  • 57
    David Trajer 4:1
  • 50
    David Kasis 3:1
  • 46
    Raimund Chmela 3:0
  • 41
    Radim Muzikant 2:0
  • 22
    Raimund Chmela 1:0