In der 2. Klasse Thayatal hat der SVU Langau ein wildes Auswärtsspiel beim USV Brunn/Wild mit 7:4 für sich entschieden. Zur Pause lagen die Gäste 2:1 voran, nach dem Seitenwechsel zogen sie davon und ließen in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik zu. Sektionsleiter Patrick Reiß sprach von einer „nicht guten“ ersten Hälfte und erklärte den Sieg so: „Nach der Pause haben wir unsere Chancen zu Ende gespielt.“ Gleichzeitig betonte er: „An der Defensivleistung müssen wir arbeiten, es war manchmal zu einfach.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie legte rasant los: Nach acht Minuten brachte Michal Rysavy die Langauer 1:0 voran, nur eine Minute später glich Florian Wanitschek für Brunn/Wild zum 1:1 aus. Bis zur Pause blieb es offen, ehe Rainer Wurst in Minute 31 auf 2:1 für die Gäste stellte. Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen. Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Adam Svoboda auf 1:3, doch Brunn/Wild meldete sich durch Michal Prokes postwendend mit dem 2:3 (53.) zurück. In dieser Phase wogte das Spiel, ehe Langau davonzog: Rysavy legte zum 2:4 nach (63.), Lubor Trojanek traf zum 2:5 (72.), erneut Rysavy machte mit seinem dritten Tor des Abends das 2:6 (79.), und Milan Biedrava sorgte für das 2:7 (82.). In der Nachspielzeit betrieben die Gastgeber noch Schadensbegrenzung: Benjamin Bösel stellte auf 3:7 (90+1), David Brtnicky traf zum 4:7 (90+3). Am Ende stand ein deutlicher Auswärtssieg, der sich vor allem in der zweiten Halbzeit entschied.
Patrick Reiß ordnete das 7:4 ohne große Ausschmückung ein. „Die erste Halbzeit war kein gutes Spiel von uns. Da gab es nicht wirklich eine bessere Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter, der die Wende nach dem Seitenwechsel sah. „Im zweiten Abschnitt konnten wir uns dann Gott sei Dank etwas absetzen.“ Auf die Gründe angesprochen, blieb er klar: „Die Torchancen, die wir hatten, wurden nach der Pause auch zu Ende gespielt.“ Gleichzeitig wollte er die Leistung nicht verklären: „Größte Stärke würde ich nicht sagen. Wir konnten phasenweise sehr guten Fußball spielen, haben aber leider auch sehr viele Torchancen zugelassen, was man am 4:7 sieht.“ Der Blick geht daher schnell auf die To-do-Liste: „An der Defensivleistung muss man auf alle Fälle arbeiten. Es ist einfach manchmal zu einfach gegangen.“ Dass Langau trotz vier Gegentoren gewann, unterstreicht die Offensivpower, exemplarisch dafür steht der Dreierpack von Michal Rysavy, ändert aber nichts an Reiß’ klarer Analyse.
Zum Gegner fand Reiß faire Worte: „Nicht übermächtig, aber sehr bemüht.“ Dass Brunn/Wild bis zum 2:3 drinblieb und in der Nachspielzeit noch zweimal traf, passte zu seinem Gesamtbild: „Es war ein sehr turbulentes Spiel mit Höhen und Tiefen, am Ende hat sich die bessere Mannschaft durchgesetzt.“ Ein Thema war für ihn die Gangart. „Strittige Szenen? Nicht wirklich. Es war leider ein sehr hartes Spiel und der Schiedsrichter hat diese Aktionen leider nicht unterbunden“, meinte Reiß, ohne weiter ins Detail zu gehen. Ein persönlicher Randaspekt lag ihm dennoch am Herzen: „Ich möchte heute nur erwähnen, dass unser Urgestein Herbert Böhm einen kurzen Einsatz in der Kampfmannschaft hatte.“ Mit dem Dreier steht Langau laut Tabelle auf Rang sechs und hält bei 53 Punkten.