In der 2. Klasse Thayatal setzte sich der USV Kühnring bei der SG Burgschleinitz/Straning mit 2:0 durch. Der Schlüssel war ein Blitzstart: David Gödt traf in Minute eins, Fabian Höflinger legte nach 33 Minuten nach – zur Pause stand es 0:2, daran änderte sich bis zum Schluss nichts. Trainer Robert Wenninger sprach von einem kontrollierten Auftritt: „Wir haben das Nötigste getan“ – auch wenn der kleine Platz und der ramponierte Rasen aus seiner Sicht die spielerische Linie erschwerten.

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Der Nachmittag begann für Kühnring nach Maß. Schon nach der ersten Aktion stand es 0:1, Torschütze: David Gödt. „Wir sind sehr gut gestartet, gleich in der ersten Minute 1:0“, schilderte Robert Wenninger. Den Treffer erklärte er so: „Beim 1:0 war es ein Schuss aus rund 20 Metern, der Tormann lässt prallen, mein Stürmer ist da und schiebt aus drei Metern ins leere Tor.“ Burgschleinitz/Straning fand danach kaum Zugriff, Kühnring blieb ruhig und nutzte seine nächste klare Möglichkeit. In Minute 33 rollte ein schneller Angriff über mehrere Stationen, der Ball ging nach außen – Fabian Höflinger traf mit der Innenseite präzise ins lange Eck zum 0:2. „Sehr routiniert von unseren jüngsten Spielern“, lobte der Coach. Bis zur Pause änderte sich am Spielbild wenig, die Gäste hatten mehr vom Spiel und führten verdient mit zwei Toren.
Nach dem Seitenwechsel tat Kühnring genau das, was die Ausgangslage verlangte: den Vorsprung seriös nach Hause bringen. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, haben das 2:0 in der zweiten Halbzeit geschickt verwaltet und wenig zugelassen. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren“, sagte Wenninger. Den Unterschied fasste er klar zusammen: „Wir waren qualitativ einfach die bessere Mannschaft – von der ersten bis zur letzten Minute.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass spielerisch Luft nach oben blieb: „Am Ball ginge mehr, aber auf dem kleinen Platz und bei diesen Rasenbedingungen ist es schwer. Das ist mit Abstand der schlechteste Platz in der Liga.“ Auch Personalthemen wollte er nicht gelten lassen: „Ausfälle hin oder her – die hatten wir im Frühjahr genauso. Unser Plus ist, dass wir einen etwas größeren Kader haben.“
Für Diskussionen sorgte aus Wenningers Sicht die zweite Halbzeit abseits des sportlichen Teils. „Der Schiedsrichter war in der ersten Halbzeit relativ gut. In der zweiten hat er den Faden verloren“, meinte er und monierte unterschiedliche Bewertungen ähnlicher Fouls. Besonders stieß ihm die lange Nachspielzeit auf: „Die sieben Minuten waren für mich unverständlich. Es gab keine Chancen mehr, wir haben nur mehr verwaltet.“ In dieser Phase sei es emotional geworden. Laut Wenninger seien „das eine oder andere Wort gefallen, das nicht sein sollte, gegen unsere türkischen Mitspieler. Das sollte nicht passieren.“ Überschattet wurde der Schlussteil zudem von einer Verletzung bei Kühnring. „Leider hat sich unser Innenverteidiger am Ende wohl schwer verletzt“, so der Trainer, der betonte, dass solche Szenen in einer längst entschiedenen Partie bitter sind.
Sportlich blieb es beim 0:2 – Kühnring brachte die Führung abgeklärt über die Zeit und hielt Burgschleinitz/Straning über weite Strecken vom eigenen Tor fern. Die Torschützen David Gödt und Fabian Höflinger standen für Effizienz in den entscheidenden Momenten, der Rest war viel Disziplin und Konzentration. „Wir haben das Nötigste getan“, fasste Wenninger noch einmal zusammen und ergänzte einen Seitenblick auf die Rahmenbedingungen: „Auf unserem Platz wäre es wohl höher ausgefallen.“ Positiv hob er die Atmosphäre auf den Rängen hervor: „Die Burgschleinitz-Ultras haben Stimmung gemacht, das hat gepasst.“ Mit dem Dreier beendet Kühnring eine starke Saison im oberen Mittelfeld, während Burgschleinitz die Saison als Zweiter beendet – an diesem Tag aber nicht durchkam.