In der 18. Runde der 2. Klasse Traisental lieferte sich die SG Hohenberg/St.Aegyd mit dem ASK Wilhelmsburg ein torreiches Duell, das die Gäste klar mit 3:7 (1:3) für sich entschieden. Wilhelmsburg startete furios, hielt den Druck auch nach der Pause hoch und traf beinahe im Zehnminutentakt. Trainer Jan Novak sprach von einem verdienten Auswärtssieg und legte den Fokus auf den Zusammenhalt: „Das war eine echte Teamleistung.“ Ärger gab es bei ihm dennoch über eine umstrittene Szene, die das Spiel kurz kippen ließ.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wilhelmsburg erwischte einen Traumstart. Bereits in Minute 3 stellte Patrick Schroffenauer auf 0:1, nach 14 Minuten legte derselbe Mann das 0:2 nach. „Wir sind sehr gut gestartet. Wir machen gleich das erste Tor, nach ein paar Minuten das zweite. Kämpferisch war alles in Ordnung“, schilderte Jan Novak. Hohenberg/St.Aegyd fand in der 19. Minute zurück – Fabian Köberl verkürzte auf 1:2. Aus Novaks Sicht ging diesem Treffer ein äußerst harter Pfiff voraus: „Erster gefährlicher Ball der Gastgeber, langer Ball in den Sechzehner, unser Kapitän nimmt ihn mit der Brust, und plötzlich pfeift der Schiedsrichter Elfmeter. Keiner hat eine Hand gesehen – weder Zuschauer noch Spieler.“ Wilhelmsburg musste sich kurz schütteln, blieb aber stabil und stellte noch vor der Pause durch Jemin Krasniqi auf 1:3 (35.). Mit diesem Polster ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel kam Hohenberg/St.Aegyd durch Matthäus Perthold in der 61. Minute noch einmal heran (2:3). Die Antwort der Gäste folgte prompt: Drei Minuten später traf erneut Jemin Krasniqi zum 2:4 (64.), und mit dem 2:5 von Peter Tiffi (68.) war der Widerstand der Hausherren gebrochen. Wilhelmsburg blieb am Drücker: Schroffenauer erhöhte in der 79. auf 2:6 und machte damit seinen Dreierpack perfekt, Krasniqi zog nur eine Minute später nach und stellte auf 2:7 (80.). Spät betrieb Klaus Ofner mit dem 3:7 (89.) noch Ergebniskosmetik. „Nach dem 3:1 haben wir gleich das vierte und Fünfte gemacht, dann war das Spiel erledigt“, so Novak. Die Art und Weise gefiel ihm besonders: „Alle sieben Tore waren schön. Wir haben schnell gespielt, über die Seiten und durch die Mitte. Wenn wir die Chancen nutzen, geht das sogar zweistellig.“ Dass es so klar wurde, führte er auf die Geschlossenheit zurück: „Tormann, Verteidiger, Mittelfeld, Stürmer und auch die Wechselspieler – alle haben ihre Aufgabe super gemacht. Das war eine Teamleistung.“
Im Rückblick sah Jan Novak die Gastgeber aus dem Spiel heraus selten gefährlich. „Die hatten kaum Chancen, nur über lange Einwürfe und Eckbälle“, sagte er und legte bei Standards nach: „Bei den Ecken standen immer zwei Spieler bei unserem Tormann, einer vorn, einer hinten. Sie blockieren ihn, er kommt nie raus – für mich ist das jedes Mal Foul.“ Eine grundsätzliche Schiri-Diskussion wollte der Coach aber nicht weiter befeuern: „Ich will den Schiedsrichter nicht mehr kritisieren. Vergangene Woche habe ich eine Rote Karte gesehen, bis heute weiß ich nicht warum. Nach der Leistung, die er wieder gezeigt hat, sage ich dazu nichts mehr.“
Ein Extra-Lob ging an die mitgereisten Fans: „Es waren viele Wilhelmsburger dort. Von den Fans war alles super.“ In der Tabelle bleibt Wilhelmsburg nach 19 Spielen mit 37 Punkten Dritter, Hohenberg/St.Aegyd hält bei 22 Zählern. Der Ausblick fällt entsprechend klar aus: „Wir müssen weiter so arbeiten, dann passt es in den nächsten Runden.“