Spielberichte

„Chancenverwertung bleibt ein Thema“: Palwein freut sich über Zöchlings 2:1 für Türnitz

SV Türnitz
FCU Frankenfels

In der 2. Klasse Traisental setzte sich der SV INDAT Türnitz mit 2:1 gegen den FCU Frankenfels/Schwarzenbach durch. Co-Trainer Josef Palwein sprach von einem klaren Chancenplus, haderte aber mit der Ausbeute vorne. Nach früher Führung durch Marek Frimmel, dem Ausgleich von Juraj Kroslak vor der Pause und einer offenen Phase nach dem Seitenwechsel entschied Joker Florian Zöchling mit einem satten Abschluss ins Kreuzeck. In der Schlussphase wurde es in diesem Duell noch einmal eng, doch Türnitz brachte den Heimsieg über die Zeit.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Türnitz legt vor, verpasst das 2:0 – und kassiert noch vor der Pause den Ausgleich

Türnitz erwischte den besseren Start und hatte, so schildert es Co-Trainer Josef Palwein, von Beginn an die aktivere Rolle. „Wir waren eigentlich klar überlegen und hatten einige sehr gute Chancen“, sagte er. In Minute 17 zahlte sich der Druck erstmals aus: Marek Frimmel stellte auf 1:0. Danach blieb die Heimelf am Drücker, ließ aber weitere Möglichkeiten aus. „Wir haben verabsäumt, das 2:0 oder 3:0 zu machen“, meinte Palwein – das rächte sich kurz vor der Pause. Denn in der 40. Minute nutzte Juraj Kroslak die Gelegenheit für die Gäste und besorgte das 1:1. Mit diesem Spielstand ging es hinein in die Kabinen, auch wenn Türnitz bis dahin deutlich mehr vom Spiel hatte und die klareren Szenen setzte. Palwein hielt fest: „In der zweiten Halbzeit war es ähnlich.“ Das Gefühl, die Partie im Griff zu haben, war da – nur der Vorsprung fehlte.

Joker Zöchling kommt spät – und drückt den Ball herrlich ins Kreuzeck

Nach dem Seitenwechsel blieb Türnitz das aktivere Team, doch die Erlösung sollte von der Bank kommen. Josef Palwein erklärte die ungewöhnliche Personalie offen: „Wir haben dann einen jungen Spieler gebracht, der erst später dazugekommen ist, weil er auf einer Hochzeit war.“ Kaum am Feld, avancierte Florian Zöchling zum Matchwinner. Der Co-Trainer schilderte die Szene so: „Ein langer Pass auf unseren Florian, er gewinnt den Zweikampf, ist alleine durch, wartet noch, spielt einen aus und drückt ihn ins Kreuzeck – herrlich verwandelt.“ Das 2:1 in der 65. Minute gab der Heimelf Rückenwind, aber die Partie blieb umkämpft. Frankenfels/Schwarzenbach kam nun vermehrt, ohne davor viele klare Chancen gehabt zu haben. „Sie waren immer knapp dran am Ausgleich, weil der Spielstand das hergegeben hat“, sagte Palwein. Türnitz verteidigte konsequent, hielt den knappen Vorsprung – und brachte den Derby-Sieg über die Runden.

Palweins Einordnung: spielerisch stark, Gegner dezimiert und vorne bleibt Luft nach oben

In seiner Analyse hob Josef Palwein zwei Punkte klar hervor. Erstens die eigene Leistung am Ball: „Wir waren spielerisch sehr gut.“ Zweitens das, was der Gegner dagegenstellte: „Der Gegner war kämpferisch stärker – das wussten wir.“ Zur Ausgangslage sagte Palwein: „Sie waren personell etwas dezimiert, nicht alle fit oder es haben ein paar gefehlt. Wir waren ziemlich vollständig. Das war wahrscheinlich der Hauptgrund.“ Trotz des Sieges bleibt intern ein Thema auf der Agenda: „Die Chancenverwertung ist bei uns immer ein Thema.“ Zufrieden war der Co-Trainer mit dem Auftritt und damit, wie seine Mannschaft die Schlussphase überstand. Und er schwärmte von der Kulisse: „Die Stimmung am Platz war herrlich. Wir sind befreundete Vereine, und die Zuschauer haben einfach Fußball geschaut und angefeuert. Unsere Spieler waren hellfroh, dass wir das über die Runden gebracht haben.“ Darauf will Türnitz nun aufbauen.

2. Klasse Traisental: Türnitz : FCU Frankenfels - 2:1 (1:1)

  • 65
    Florian Zöchling 2:1
  • 40
    Juraj Kroslak 1:1
  • 17
    Marek Frimmel 1:0