Im Duell der 2. Klasse Traisental gewann der SC Harland gegen den ASK Wilhelmsburg mit 2:0. Der Abend passte aus Sicht der Gäste zu einer turbulenten Woche: Trainer Jan Novak sprach von vier vergebenen Hundertern nach der Pause und davon, dass seinem Team Biss und Wille fehlten. Harland traf kurz vor der Pause und legte nach gut einer Stunde nach, Wilhelmsburg blieb trotz Möglichkeiten ohne Tor – und Novak ordnete das 0:2 offen sowie selbstkritisch ein.

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Harland erwischte den besseren Zugriff auf das Spiel und ging spät in Hälfte eins in Führung. In Minute 43 verwertete Thomas Holzhauser zum 1:0, mit diesem Resultat ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel suchte Wilhelmsburg die Antwort, doch aus den Chancen wurde nichts Zählbares. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen. Uns haben Biss und Wille gefehlt“, meinte Jan Novak. Er blieb aber nicht bei Allgemeinem: „In der zweiten Halbzeit haben wir vier Hunderter verschossen. Wenn du vier Hunderter verschießt, holst du keine Punkte.“ Harland hielt dagegen und stellte in der 68. Minute durch Vratko Tomek auf 2:0 – die Vorentscheidung. Wilhelmsburg lief weiter an, doch an diesem Tag wollte der Ball einfach nicht rein. „Wir waren über neunzig Minuten schlecht. Ganz einfach“, fasste Novak das Gefühl an der Linie zusammen.
Dass seine Mannschaft schwer in die Gänge kam, führte der Wilhelmsburg-Trainer auch auf die Ereignisse der vergangenen Tage zurück. „Seit Donnerstag hat der Verein entschieden, dass ich nicht mehr Trainer in dem Verein bin, und das hat die Spieler, glaube ich, schockiert – mich persönlich auch“, erklärte Jan Novak offen. Er sprach von einer Gruppe, die in Harland innerlich blockiert wirkte: „Die Spieler sind mit dem Kopf gegen die Wand gewesen, ganze neunzig Minuten.“ Auf konkrete Schuldzuweisungen verzichtete er, nahm seine Elf aber in die Pflicht: „Wir hatten keine Lust zum Kicken, und wenn die keine Lust zum Kicken haben, kann ich als Trainer nichts machen.“ Zwischendurch gab es zwar Phasen, in denen Wilhelmsburg dennoch zu Möglichkeiten kam, doch sie blieben ungenutzt. „Es waren nicht nur schlechte Phasen, Chancen waren da – aber trotzdem nicht genutzt“, sagte Novak.
Für Novak lag der Unterschied auch in der Art, wie Harland auftrat. „Die sind hoch gestanden, drei vorne, und das ist ihre Stärke. Vorne haben die das alles gut gemacht. Das reicht für einen Sieg“, würdigte er den Gegner. Diskussionen über den Unparteiischen gab es keine: „War alles in Ordnung.“ In der Tabelle bewegt sich Harland mit 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Wilhelmsburg hält bei 51 Zählern und bleibt vorne dabei. Trotz der persönlichen Situation beendete Novak das Gespräch mit einem Wunsch an seine Mannschaft: „Ich wünsche den Spielern noch alles Gute und hoffe, dass sie sich weiter verbessern und so hart arbeiten wie bei mir.“ Die Richtung ist damit klar: Chancen nutzen, den Kopf freibekommen – und wieder an die starken Wochen der Saison anknüpfen.