Zum Saisonfinale der 2. Klasse Traisental setzte sich der USC Markersdorf beim SV Würth Böheimkirchen mit 4:3 durch – mit wildem Ende: Auf das 3:3 kurz vor Schluss folgte postwendend das siegbringende 4:3. Trainer Christian Hasenberger sprach von „kein Leckerbissen“, sah aber genau das, was er wollte: den Abschluss-Sieg des frisch gekürten Meisters. „Die Luft war draußen, aber wir wollten das gewinnen.“ Markersdorf beschließt die Runde mit 67 Punkten, Böheimkirchen zeigt Moral und hält die Partie bis in die Nachspielzeit offen.

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Markersdorf erwischte den besseren Start und legte die Basis schon in der Anfangsphase. In Minute 8 stellte Michael Henickl per Standard auf 0:1, nur vier Minuten später erhöhte Marco Huber nach einem Angriff über die Seite auf 0:2. Hasenberger bestätigte den Eindruck: „Das schnelle 1:0 und 2:0 waren mitentscheidend, dass das Spiel in unsere Richtung gelaufen ist.“ Ganz weg war Böheimkirchen da aber nicht: Valentino Fürnwein besorgte in der 15. Minute den Anschluss zum 1:2. Kurz vor der Pause rückte Markersdorf die Verhältnisse wieder gerade – Lukas Lahmer traf in der 42. Minute zum 1:3. Der Coach zeichnete die Tore aus seiner Sicht nach: Das 1:0 sei ein Freistoß „über die Mauer ins Kreuzeck, wunderschön“, das 2:0 „ein schöner Spielzug über die Seite“, vor der Pause setzte Lahmer das nächste Ausrufezeichen.
Nach dem Seitenwechsel ließ bei den Gästen sichtlich der Saft nach. „Zweite Halbzeit haben wir gemerkt, dass es bei uns noch weniger geht – spielerisch ist nicht mehr viel gegangen. Wir haben hinten sehr viel zugelassen“, räumte Hasenberger offen ein. In der Schlussphase wurde es hitzig. Beim 2:3 monierte der Markersdorf-Trainer ein Handspiel: „Da haut der Spieler den Ball mit der Hand nach innen, der Schiedsrichter hat’s nicht gesehen. Für uns bitter, weil wir um die wenigsten Gegentore gekämpft haben.“ Böheimkirchen drückte weiter, Maximilian Müllauer traf in der 89. Minute zum 2:3 und wenig später erneut – der Ausgleich zum 3:3 fiel in der 90. Minute. Doch Markersdorf blieb cool und setzte die sofortige Antwort: Wieder war es Lukas Lahmer, der in der Nachspielzeit zum 3:4 einschob. „Gegentore tun natürlich weh, aber unterm Strich ist es der Sieg zum Abschluss – und den wollten wir“, so Hasenberger.
In seiner Analyse blieb Hasenberger bodenständig. „Puh, fällt mir jetzt nicht viel ein. Wir waren defensiv nicht stabil genug, in der Offensive zu wenig, läuferisch zu wenig. Man hat gemerkt, die Spannung ist komplett weg.“ Der Kontext erklärt einiges: „Wir waren fix Meister und haben gerade noch zwölf Leute aufs Blankett gebracht.“ Umso mehr stimmte ihn der Dreier versöhnlich. Gleichzeitig verteilte er Anerkennung an Böheimkirchen: „Ein engagierter Gegner mit guten Spielern. Von der Tabelle her stehen sie unter dem, was möglich ist.“ Zum Saisonabschluss richtete der Coach den Blick auf das Erreichte: „Wir haben 67 Punkte geholt, sind beste Rückrundenmannschaft geworden – trotz vieler Verletzungen. Große Gratulation an die Mannschaft, absolut verdient den Titel geholt. Jetzt erst einmal regenerieren, eine Pause machen – und dann schauen wir, wie es nächstes Jahr in der 1. Klasse weitergeht.“