Spielberichte

Christopher Zwischitz (1. SC Sollenau): „Verdiente 0:2-Niederlage – Blumau war effektiver“

ASK Blumau
1. SC Sollenau

Beim Duell zwischen dem ASK Blumau und dem 1. SC Sollenau in der 2. Klasse Triestingtal zeichnet Christopher Zwischitz ein ehrliches Bild: kampfbetont, direkt, wenig Glanz. Der Sollenau-Trainer akzeptiert die 0:2-Niederlage als folgerichtig, weil Blumau die entscheidenden Chancen nutzte, und spricht von einem Abend ohne längere Ballbesitzphasen, mit schwachen Standards auf beiden Seiten sowie einer insgesamt souveränen Spielleitung und einer jungen Mannschaft im Lernprozess.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Kampfspiel statt Kontrolle

Zwischitz sah ein offenes Spiel mit Abschlüssen auf beiden Seiten und präzisierte die Verteilung der Großchancen: „Fünf für Sollenau, sieben für Blumau. Also ein sehr ähnliches Verhältnis.“ Seine Einordnung zum Stil blieb eindeutig: wenig Ballbesitz, viel Direktspiel, Kick-and-Rush auf beiden Seiten – Ballbesitz war nicht ausschlaggebend, Ideen mit dem Ball fehlten, schön anzusehen war es daher kaum. In diese direkte Partie hinein traf in der 38. Minute Hüseyin Erdogdu zum 0:1; zugleich der Pausenstand. Nach Wiederbeginn erhöhte Gurur Veltan in der 52. Minute auf 0:2. Nach 90 Minuten endete die Partie mit diesem Endstand. 

Intensität, wenig Ertrag aus Standards, klare Linie

„Es war eher ein kampfbetontes Spiel“, ordnete Zwischitz die Tonalität ein. Bei ruhenden Bällen sah er keinen Vorteil auf einer der beiden Seiten: „Die Standardsituationen waren an dem Tag sehr schlecht von beiden Mannschaften – wenig bis gar keine Torchancen daraus.“ Auch strittige Szenen prägten den Abend aus seiner Sicht nicht – im Gegenteil hob er hervor: „Der Schiedsrichter hat im Großen und Ganzen ein sehr gutes Spiel geleitet.“ Ballbesitzphasen entfalteten kaum Wirkung; Zweikampf und Direktheit dominierten, Nuancen im Strafraum gaben den Ausschlag.

Lernprozess und nächste Schritte

Den Blick richtete Zwischitz rasch nach vorn und stellte die Entwicklung seines Teams in den Mittelpunkt: „Wir sind in einem Lernprozess, in dem jedes Spiel für uns ein Schritt in die richtige Richtung ist. Wir nehmen das Negative, lernen daraus, und die positiven Sachen nehmen wir mit, um uns zu verbessern. Die Mannschaft ist sehr jung. Die nächsten Aufgaben werden ganz bestimmt nicht einfacher, aber die Mannschaft bekommt die Zeit, die sie für ihre Weiterentwicklung braucht.“ Die Gemütslage beschrieb er als ambivalent – entschlossen und selbstkritisch zugleich: „Wir gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge in die nächsten Spiele, bereiten uns Woche für Woche ordentlich auf die Gegner vor und versuchen dann, unsere Bestleistung am Platz zu bringen.“

2. Klasse Triestingtal: Blumau : SC Sollenau - 2:0 (1:0)

  • 52
    Gurur Veltan 2:0
  • 38
    Hüseyin Erdogdu 1:0