Spielberichte

Spielwitz und gnadenloses Pressing: Traismauer holt auswärts ein klares 3:1

USV St. Andrä-Wördern
SC Traismauer

In der 25. Runde der 2. Klasse Wachau/Donau holte der SC Traismauer beim USV St. Andrä-Wördern einen 3:1-Auswärtssieg. Trainer Sebastian Wandl sprach von einer klaren Überlegenheit über 90 Minuten. Ein frühes 1:0 gab die Richtung vor, noch vor der Pause legte seine Elf nach. Nach dem dritten Treffer nach Wiederbeginn war die Sache entschieden, der späte Anschlusstreffer der Gastgeber änderte am verdienten Erfolg nichts.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung legt den Grundstein

Traismauer setzte vom Anpfiff weg die Akzente und spielte mit hohem Zugriff. „Wir waren über neunzig Minuten die dominierende Mannschaft. Von Beginn weg hatten wir ein gutes Pressing und haben in keiner Phase locker gelassen“, erklärte Sebastian Wandl. Der erste Lohn kam früh: In Minute 13 setzte sich Huba Lörincz rechts durch und fand mit seiner Flanke Stürmer Arnold Hegedus – das 0:1. „Der wichtigste Moment war das frühe 1:0. Es kam aus einem starken Gegenpressing; der Gegner kam aus dem Druck nicht heraus“, so der Coach. Kurz vor der Pause legte Hegedus nach und stellte in der 44. Minute mit einem wuchtigen Distanzschuss auf 0:2 („Das zweite war ein Dreißig-Meter-Schuss von Arnold Hegedus ins lange Eck“). Nach dem Wechsel blieb Traismauer zielstrebig: In der 60. Minute traf Sebastian Huber nach Vorarbeit von Hegedus zum 0:3, ehe Deniz Erdogan in der 89. Minute für St. Andrä-Wördern zum 1:3 verkürzte.

Plan gegen den Ball geht auf

Dass die Partie so klar an Traismauer ging, hatte viel mit der Herangehensweise zu tun. Wandl schilderte, wie konsequent seine Elf die Pressingfallen stellte: „Wir haben dem Gegner absichtlich Räume gelassen, weil wir wussten, dass er von hinten rausspielen will. Wir haben das Feld eng gemacht und nur gelauert, bis er in Zonen spielt, die wir gut pressen können.“ In diesen Momenten waren sofort mehrere Traismauerer am Mann. „Sobald der Gegner in gewisse Räume kommt, sind sofort zwei, drei Leute da und üben Druck auf den Ballführenden aus.“ Dazu kam, dass die Mannschaft die Balleroberungen klug ausspielte: „Besonders gut waren heute Pressing, Zweikampfverhalten und Umschaltspiel. Wir haben derzeit auch das nötige Spielglück, das Spielverständnis und die Technik, um die Chancen dann zu verwerten.“

Fans geben den Takt vor – Lob auch für den Unparteiischen

Neben der disziplinierten Arbeit auf dem Platz hob Wandl die Unterstützung neben dem Feld hervor. „Durch die letzten Ergebnisse hat sich bei uns eine kleine Fanbase gebildet – mit Trommeln, Fahnen und Fangesängen. So etwas ist in dieser Klasse außergewöhnlich“, sagte er spürbar dankbar. „Die Fans haben uns nach vorne gepeitscht, und man hat gemerkt, dass das die Mannschaft trägt.“ Auch zum Schiedsrichter fand der Coach klare Worte – und zwar positive: „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Wie in jedem Match gibt es ein, zwei Situationen, aber das gehört dazu und war überhaupt kein Problem.“ Diese ruhige Einordnung passte zu einem Abend, an dem die Gäste vieles im Griff hatten und ihren Plan sauber durchzogen.

Ausblick: Abschluss daheim und Schwung für die neue Saison

Bei aller Freude über den Auswärtserfolg wollte Wandl die Leistung nicht auf Einzelne verengen. „Natürlich kann man immer Spieler hervorheben. Ich sehe aber das große Ganze – nicht nur die Elf am Platz, auch das Trainerteam und die Wechselspieler. Dem ganzen Verein gebührt ein Lob. Wie wir das in den letzten Wochen machen, ist sensationell.“ Der Blick geht nun auf das finale Heimspiel. „Jetzt gilt es, einen positiven Abschluss zu Hause zu feiern. Wir wollen die durchwachsene Hinrunde abhaken, gemeinsam mit den Fans die Saison Revue passieren lassen und den Schwung ins nächste Jahr mitnehmen, um wieder voll anzugreifen.“ Mit dem 3:1 in St. Andrä-Wördern hat Traismauer dafür die richtige Vorlage geliefert.

2. Klasse Wachau/Donau: USV St. Andrä-Wördern : Traismauer - 1:3 (0:2)

  • 89
    Deniz Erdogan 1:3
  • 60
    Sebastian Huber 0:3
  • 44
    Arnold Gabor Hegedus 0:2
  • 13
    Arnold Gabor Hegedus 0:1