Runde 25 in der 2. Klasse Wachau/Donau brachte dem SV Neuaigen gegen den SV Zwentendorf ein 1:1. Nach frühem Rückstand glich Hamza Bezouich noch vor der Pause aus, danach blieb es beim Remis. Neuaigen-Trainer Christoph Moser sprach von einem verdienten Punkt: „Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden. Wir hatten über weite Strecken mehr Ballbesitz.“ Der Coach hob zudem die starke Leistung seines Torhüters hervor, bemängelte aber fehlenden Nachdruck im letzten Drittel. Insgesamt sah er zwei Teams auf Augenhöhe, die in der Schlussphase kein Risiko mehr eingingen.

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Die Partie nahm gleich Fahrt auf. Zwentendorf erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: In Minute 8 netzte Bernhardt Leinfellner zum 0:1. Aus Neuaigen-Sicht entstand der Treffer „über die Mitte, ein weiter Lochpass“, wie Christoph Moser schilderte. Der Rückschlag stoppte die Heimischen aber nicht. Neuaigen blieb dran, arbeitete geduldig am Ausgleich und bekam ihn nach nicht einmal einer halben Stunde: In der 26. Minute stellte Hamza Bezouich auf 1:1. Für Moser war es das Resultat aktiven Anlaufens: „Wir haben gut gepresst, der Gegner hat den Ball verloren. Dann war es ein Eins-gegen-eins, und wir haben es schön verwertet.“ Mit dem Ausgleich im Rücken beruhigte sich das Spiel etwas, Neuaigen hatte längere Phasen am Ball, ohne in Serie zwingend zu werden. Zur Pause stand es 1:1 – und das passte zum ersten Durchgang.
Im Gespräch nach dem Spiel blieb Christoph Moser sachlich und klar. „Wir hatten über weite Strecken mehr Ballbesitz“, sagte der Neuaigen-Trainer, der seine Mannschaft in vielen Basics ordentlich sah. Besonders positiv hob er die Bereitschaft im direkten Duell und die Laufarbeit hervor: „Die Ein-gegen-eins-Bereitschaft und die Laufbereitschaft waren gut.“ Gleichzeitig benannte er offen, was fehlte: „Der gewisse Nachdruck hat gefehlt.“ Im letzten Drittel sei „nicht immer viel Passspiel rausgekommen“, die Angriffe liefen zu selten sauber zu Ende. Ein dickes Lob bekam der Schlussmann: „Unser Torwart war heute in bestechender Form.“ Denn Zwentendorf habe bei allem Neuaigener Ballbesitz „gute Chancen“ vorgefunden – Situationen, in denen der Keeper Ruhe hereinbrachte und den Punkt absicherte. Unterm Strich blieb für Moser der Eindruck eines insgesamt runden Auftritts mit Luft nach oben im Entscheidenden.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell offen, doch beide Mannschaften wählten den sicheren Weg. „Am Ende wollten beide nicht mehr verlieren“, fasste Moser die Schlussphase zusammen. Der Gegner sei „auf Augenhöhe“ gewesen, „keine schlechte Mannschaft, aber auch keine Übermannschaft“. Dass das Ergebnis stehenblieb, passte daher zu seiner Einordnung: „Geht im Endeffekt auf alle Fälle in Ordnung.“ Kritik gab es von ihm in Richtung Schiedsrichter: „Die Schiedsrichterleistung war aus meiner Sicht nicht gut. Er hat zu viel offen gelassen, wichtige Situationen nicht berücksichtigt.“ Auch einige Entscheidungen empfand er als zu hart. Abseits dessen gefiel ihm, „dass die Mannschaft geschlossen aufgetreten ist – heute vor vielen Zuschauern“.
In der Tabelle bewegen sich beide Teams mit 18 Punkten im hinteren Mittelfeld – das 1:1 hilft, Stabilität zu wahren. Für die kommenden Aufgaben will Moser den positiven Aufwand beibehalten und im letzten Drittel „mehr Nachdruck“ auf den Platz bringen – damit der Ballbesitz künftig öfter auch zu klaren Abschlüssen führt.