In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal drehte der Union Sportclub Pöggstall Jägerbau ein 0:1 zur Pause gegen den SV Yspertal in ein 3:1. Bei heftigem Wind legten die Hausherren nach dem Seitenwechsel zu und machten die Partie mit drei Treffern klar. Trainer Stefan Fuchs sprach überv90 Minuten gesehen von einem verdienten Sieg und sah den Wendepunkt in einem Detail: „Der verschossene Elfer war der Knackpunkt – danach haben wir das Spiel endgültig auf unsere Seite gezogen.“
Die Geschichte dieses Spiels begann für Pöggstall gut, obwohl der Wind sehr stark war – genau so schilderte es später Stefan Fuchs. Ab Minute 25 konnte Pöggstall die zweiten Bälle nicht mehr gewinnen und so nutzte Yspertal in dieser Phase seine Chance: Michal Jilek brachte die Gäste in Minute 36 mit 0:1 in Front, zur Halbzeit stand es 0:1.
Nach dem Wechsel kam die Antwort der Heimischen. Szymon Kamil Cukier glich in der 63. Minute zum 1:1 aus. In der Schlussphase legte Pöggstall noch einmal spürbar zu: Erst traf Tomasz Jakub Cukier in der 80. Minute zum 2:1, nur vier Minuten später setzte Matthias Wagner mit dem 3:1 (84.) den Deckel drauf. Aus einem kniffligen Spiel bei schwierigen Bedingungen wurde so ein klarer Heimsieg mit drei Treffern nach der Pause.
Für Pöggstalls Trainer war die Richtung trotz Rückstand nie verloren. „Ich habe immer an meine Mannschaft geglaubt, auch nach dem 0:1. Ich habe den Burschen gesagt, dass wir das noch drehen“, erklärte Stefan Fuchs. Als er den Schlüssel suchte, wurde er deutlich: „Sicher ein Schlüsselmoment war der verschossene Elfer für Yspertal beim 1:1.“ Aus seiner Sicht kippte da die Partie. „Nach dem verschossenen Strafstoß haben wir zusätzlichen Aufwind bekommen und dann noch zwei Tore geschossen“, sagte er. Die Mannschaft blieb in dieser Phase, wie Fuchs es beschrieb, fokussiert und geduldig. Das passte auch zu seinem generellen Eindruck des Abends: ein intensives Match, geprägt vom Wind, entschieden durch Kaltschnäuzigkeit, als es darauf ankam.
Fuchs hob vor allem die Basics hervor, die an diesem Tag stimmten: „Die mannschaftliche Geschlossenheit, der Wille, der Ehrgeiz, der Fokus auf das Spiel – und vor allem die Laufbereitschaft.“ Gleichzeitig blieb der Coach geerdet: „Es gibt immer Luft nach oben, und die Einzelheiten werden wir in der Sommervorbereitung anpacken.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Yspertal ist eine sehr starke Mannschaft. Wir haben aber die wichtigsten Spieler unter Kontrolle gehabt – unterm Strich war es ein verdienter Sieg.“ Anerkennung gab es auch für das Gespann: „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen. Es gab keine strittigen Entscheidungen.“ Und die Kulisse gefiel: „Die Stimmung im Stadion war sehr gut, es waren sehr viele Leute da.“