Spielberichte

„Die Chancenverwertung war ganz klar der Unterschied“ – Weiten hadert nach 1:2 in Leiben

SV Leiben
USV Weiten

Im Derby der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SV Leiben am Freitagabend USV Bleicher Weiten mit 2:1 bezwungen. Für Thomas Loidhold blieb nach dem Schlusspfiff vor allem ein Gefühl zurück: viel liegen gelassen. Der Obmann-Stellvertreter der Gäste sah seine Mannschaft über weite Strecken mit den besseren Möglichkeiten, am Ende aber entschied für ihn ein Punkt ganz klar die Partie: die Chancenverwertung.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Weiten ließ vor der Pause zu viel liegen

Loidhold musste nicht lange überlegen, als er den Abend zusammenfasste. „Wir hatten extrem viele Chancen und können in den ersten zwanzig Minuten schon 2:0 führen“, sagte er. Aus Weitener Sicht war genau das die große Geschichte dieser Partie. Julian Schindele hatte früh zwei sehr gute Möglichkeiten, dazu kamen ein Lattentreffer und noch eine weitere große Chance, die ungenützt blieb. Leiben brachte vor der Pause laut Loidhold offensiv nur wenig zustande. „Bis auf die Riesenchance von Markus Gruber haben wir in der ersten Halbzeit nicht wirklich etwas zugelassen“, meinte er. Gruber traf dabei die Stange, sonst blieb es beim 0:0 zur Pause.

Nach der Dreifachchance fiel das Gegentor

Die Szene, die das Spiel kippte, kam unmittelbar nach Wiederbeginn. Weiten startete nach den Aussagen des Funktionärs stark in die zweite Hälfte und hätte sich fast sofort belohnt. „Wir hatten nach dem Anstoß eine Riesenchance, eigentlich waren es drei Riesenchancen hintereinander. Die wurden alle geblockt“, schilderte Loidhold. Statt der möglichen Führung fiel in der 46. Minute auf der anderen Seite das 1:0 für Leiben. Nach einem tiefen Ball traf Christopher Fürst zur Führung. Die Gäste mussten dem Rückstand danach hinterherlaufen und kassierten in der 78. Minute auch noch das 2:0. Loidhold sprach von einem Abstimmungsfehler nach einem schnell abgespielten Freistoß, Markus Gruber hob den Ball danach über den Weitener Torhüter.

Fuchs verkürzt, die Aufholjagd bleibt unvollendet

Ganz erledigt war die Partie damit noch nicht, denn Weiten kam schnell wieder heran. In der 80. Minute verkürzte Michael Fuchs auf 2:1, nachdem er nach einem tiefen Ball den Abschluss suchte. Loidhold beschrieb die Aktion so: „Schöne Mitnahme und dann im Eins gegen Eins gegen den Torhüter versenkt.“ Es blieb aber beim Anschlusstreffer, obwohl die Gäste auch in der Schlussphase noch genug Gründe sahen, sich über diese Niederlage zu ärgern. „Am Ende des Tages hat Leiben aus drei Chancen zwei Tore gemacht und wir hätten sicher Chancen für fünf, sechs Tore vorgefunden“, sagte Loidhold. Dass Leiben seine Möglichkeiten konsequenter nutzte, war für ihn die einfache und zugleich bittere Erklärung für den Ausgang dieses Derbys.

Viel Frust, aber der Blick geht schon weiter

Gerade deshalb saß der Ärger bei den Weitenern nach dem Schlusspfiff tief. „Für uns sind das eigentlich drei verlorene Punkte. Da wäre sicher ein Sieg drinnen gewesen oder mindestens ein Unentschieden verdient gewesen“, meinte Loidhold. Einen Nebenschauplatz wollte er aus dem Abend dennoch nicht machen. „Der Schiedsrichter war sehr gut. Vor allem für ein Derby war es ein sehr fair geführtes Spiel“, sagte er, auch wenn er sich aus seiner Sicht ein paar Minuten mehr Nachspielzeit gewünscht hätte. Viel mehr blieb aus Weitener Sicht trotzdem die verpasste Chancenflut als Thema hängen. „Wir werden uns da nicht unterkriegen lassen. Wir werden unseren Weg weitergehen und schauen, dass wir nächste Woche gegen Ottenschlag wieder eine Antwort auf den Platz bringen“, kündigte Loidhold an.

2. Klasse Waldviertel Süd: Leiben : USV Weiten - 2:1 (0:0)

  • 80
    Michael Fuchs 2:1
  • 78
    Markus Gruber 2:0
  • 46
    Christopher Fürst 1:0